Für maritimes Erleben

Die Planung für die Umgestaltung der Travemünder Promenade liegt jetzt vor.
Die Planung für die Umgestaltung der Travemünder Promenade liegt jetzt vor.

Neue Promenade in Travemünde setzt Lichtzeichen über die Trave

shz.de von
06. Februar 2019, 15:58 Uhr

Im September soll die Umgestaltung der Uferpromenade in Travemünde beginnen können. Die Planungen sind fast abgeschlossen. Das 3,8 Millionen Euro Projekt steht unter dem Motto „Maritimes Erleben“. So werden dann Travemünde-Besucher ab Sommer 2020 Morsezeichen mit Licht ans andere Ufer der Trave schicken können.

Das Projekt hat eine längere Geschichte: Die Lübecker Bürgerschaft hatte die Sanierung schon im Jahr 2011 beschlossen. Dann kamen die Pläne für den Neubau eines Hotels auf den Tisch. Die Baustelle sollte zunächst abgewartet, die Planung der Promenade auf das Hotel abgestimmt werden.

Travemünes Kurdirektor Uwe Kirchhoff hat jetzt die fast fertigen Pläne vorgestellt. So wird an der Einmündung zur Vorderreihe der „Kaiserbrückenplatz“ entstehen. Er bietet Flächen für Veranstaltungen, aber auch wettergeschützte Sitzplätze, die einem Strandkorb ähnlich sein sollen. Außerdem entsteht ein maritimer Spielplatz, der noch zusammen mit Kindern entworfen werden soll. Mit einer Lichtanlage sollen Morsezeichen auf den Priwall geschickt werden können. Das unterstreicht das neue Promenadenkonzept, das einen Rundweg über Fußgänger- und Autofähre einschließt.

Im Bereich der Promenade wird der alte DGzRS-Schuppen mit seinem Wasserzugang saniert und zu einer Attraktion aufgewertet. Außerdem sollen Teile der alten Kaimauer aus dem 18. Jahrhundert freigelegt werden. Kurz vor dem Gebäude des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes endet die neue Promenade in einem Platz. Der bisherige Wendehammer für die Straße wird zurück gebaut.

Die bestehenden Gastronomie-Betriebe werden neu gebaut, damit sie in Zukunft ganzjährig geöffnet werden können. Dort werden auch in Zukunft öffentliche Toiletten integriert. Die neue Promenade soll zur Travemünder Woche 2020 fertig sein.

Im Bauausschuss der Lübecker Bürgerschaft gab es dennoch Kritik: So wird das letzte Stück des Weges zur Strandpromenade nicht ausgebaut, sondern der Weg zwischen dem neuen Hotel und dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt neu gestaltet. Die notwendige Erweiterung der Promenade an dieser Stelle würde zusätzliche Millionen kosten, so der Kurdirektor. Das könne in einem späteren Bauabschnitt realisiert werden. Auch die Neugestaltung des Parkplatzes „Am Leuchtenfeld4 und der Straßen in diesem Bereich ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Kosten von 3,8 Millionen trägt zu 70 Prozent das Land, den Rest zahlt der Kurbetrieb.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen