zur Navigation springen
Lübeck

11. Dezember 2017 | 10:40 Uhr

Für Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vertreter der regionalen Wirtschaft, Verwaltung und Politik setzen sich vehement für Modernisierung des Verkehrswegs ein

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2013 | 00:34 Uhr

Über 50 Vertreter der regionalen Wirtschaft, Verwaltung und Politik haben sich gestern auf einer gemeinsamen Begegnungsfahrt einstimmig für den Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals (ELK) ausgesprochen. Die Fahrt aus Lübeck und Mölln mit Begegnung in Berkenthin wurde organisiert von der IHK zu Lübeck, der Hansestadt Lübeck, dem Kreis Herzogtum Lauenburg sowie der Stadt Mölln.

Um dem Willen der Region mehr Schub zu verleihen, rief die IHK zu Lübeck zugleich die Initiative Pro ELK aus. Sie soll die Interessen der Akteure am Ausbau des Kanals noch gebündelter nach Berlin tragen und dort für die nötige Aufmerksamkeit sorgen.

Friederike C. Kühn, Präses der Industrie- und Hndelskammer zu Lübeck, betonte die Sonderrolle des Kanals als einzige Verbindung zwischen dem deutschen Binnenwasserstraßennetz und der Ostsee als ergänzender Baustein in der Verkehrsinfrastruktur zwischen den Häfen Hamburg und Lübeck: „Die Landesregierung hat das Potenzial erkannt und den Elbe-Lübeck-Kanal für den kommenden Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Dass sich unser Engagement lohnt, belegt die Auffassung der EU, die den Elbe-Lübeck-Kanal vor einigen Wochen doch noch – und zunächst gegen den Widerstand des Bundes – in das prioritäre europäische Verkehrsnetz aufgenommen hat.“

Eine von der IHK in Auftrag gegebene und veröffentlichte Studie einer Beratungsgesellschaft bescheinigt dem Elbe-Lübeck-Kanal erhebliches Potenzial von mindestens drei Millionen Tonnen pro Jahr, sollte er an die modernen Gegebenheiten der Binnenschifffahrt angepasst werden.

Trotz seiner wichtigen Verbindungsfunktion zwischen dem prosperierenden Ostseeraum und dem deutschen Binnenwasserstraßennetz spiele der Kanal laut Studie aktuell mit rund 700 000 Tonnen jährlich nur eine untergeordnete Rolle. Der 62 Kilometer lange Kanal könne nur Schiffe bis 85 Meter Länge und 1000 Tonnen Gewicht aufnehmen und genüge damit den Anforderungen der modernen Binnenschifffahrt kaum noch. Die IHK ist davon überzeugt, dass der Elbe-Lübeck-Kanal eine bedeutende Rolle im europäischen Verkehrsinfrastrukturnetz einnehmen kann. „Der Bund muss daher in der Beurteilung von Investitionen umschwenken und sich stärker an diesem Netzgedanken orientieren“, sagte IHK-Präses Kühn.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen