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Lübeck

19. Oktober 2017 | 13:16 Uhr

Forscher heizen mit Biomethan

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Projekt gestartet: Die Universität zu Lübeck, die Fachhochschule und das Fraunhofer EMB werden klimaneutral beheizt

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2014 | 16:12 Uhr

Die Universität zu Lübeck, die Fachhochschule Lübeck und die Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie (EMB) werden ab sofort klimaneutral beheizt. Am Mittwoch wurde das Projekt gestartet. Möglich macht dies eine neue Energieversorgungszentrale, die die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) im Auftrag des Landes auf dem Campus Lübeck errichtet.

Am Mittwoch wurde die neue Energieversorgungszentrale im Beisein von Staatssekretär Rolf Fischer offiziell in Betrieb genommen. Die endgültige Fertigstellung des Neubaus ist voraussichtlich im Frühjahr 2015. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf knapp zehn Millionen Euro. Wissenschafts-Staatssekretär Rolf Fischer betonte: „Das neue Versorgungskonzept steht beispielhaft für unsere Entscheidung für eine verantwortungsvolle Energiepolitik. Zum Erreichen der gesteckten Klimaschutzziele müssen viele ihren Beitrag leisten, dabei spielen die Landesliegenschaften eine wichtige Rolle. Die Umstellung ist zugleich ein weiteres sichtbares Zeichen für die dynamische Entwicklung des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes Lübeck.“

„Bei der Entscheidung für die Energieversorgungszentrale haben wir besonders darauf geachtet, dass sie mit geringen Umweltbelastungen läuft und gleichzeitig hohe Versorgungssicherheit bietet. Mit dieser Variante sichern wir der Universität, der Fachhochschule und der Fraunhofer EMB für die nächsten 15 Jahre eine klimaneutrale Energieversorgung und ich freue mich, dass wir damit einen Beitrag zu den Umweltzielen des Landes Schleswig-Holstein leisten können“, sagte Hans-Adolf Bilzhause, Geschäftsführer der GMSH.

Im Rahmen des neuen Energieversorgungskonzeptes für die Universität, die Fachhochschule und die Fraunhofer EMB wurde ein neues Blockheizkraftwerk errichtet, das mit Biomethan betrieben wird. Dadurch können die drei Institutionen klimaneutral mit Wärme versorgt werden. Der durch das Blockheizkraftwerk erzeugte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Pro Jahr werden so rund 5900 Tonnen CO2 eingespart, weil die CO2-Emission des deutschen Strommixes höher sind als die von Biomethan-Strom.

Der zweigeschossige Neubau verfügt über eine Hauptnutzfläche von 1600 Quadratmetern. Baubeginn war im Juni 2013. Neben dem Blockheizkraftwerk, das bereits im Juli 2014 fertiggestellt wurde, sind auch zwei Erdgas-Brennwertkessel eingebaut worden. Bisher sind die Universität und die Fachhochschule vom UKSH mit Wärme und Energie versorgt worden. Im Rahmen der Planungen für den Neubau des Zentrums für Gehirn, Hormone und Verhalten (CBBM) wurde jedoch deutlich, dass die bisherigen Kapazitäten für Energie nicht ausreichen würden. Vor dem Hintergrund des ÖPP-Verfahrens für das UKSH hat die GMSH daher ein Energieversorgungskonzept für die Universität und die Fachhochschule erstellt, das ihre unabhängige Versorgung mit Wärme und Strom vorsieht. Mit der Ansiedlung der Fraunhofer EMB auf dem Gelände konnte ein dritter Abnehmer für die Energieversorgungszentrale gewonnen werden.

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