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Flughafen: Segelflug soll möglich bleiben

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Flughafenbetreiber hält aber an der Kündigung des Pachtvertrages fest

Neue Entwicklung am Flughafen Lübeck: Der chinesische Betreiber PuRen hat jetzt zugesagt, dass auch nach dem 31. März Segelflug in Blankensee möglich bleibe. Markus Matthießen, Geschäftsführer des Flughafenbetreibers PuRen Germany GmbH war am Dienstag mit den Mitglieder der Bürgerschaftsfraktionen im Gespräch und hatte – inzwischen auch schriftlich – zugesagt, dass Segelflug am Airport Lübeck weiterhin möglich sein werde. Die Flächen, die der Aero Club von Lübeck e.V (www.acvl.de) noch bis Ende März gepachtet hat, würden jedoch benötigt.

Mehr noch: Sobald es die betrieblichen Abläufe erforderlich machten, „dass die Antenne für den Gleitpfad nach Süden verlegt werden muss“, sei Segelflug aber nicht mehr möglich. Einen Zeitpunkt hierfür gebe es jedoch noch nicht. Außerdem würden, so Markus Matthießen, für die Segelflieger in Zukunft die gleichen Kontrollen wie für alle Personen gelten, die den ausgewiesenen Sicherheitsbereich betreten möchten.

Den Segelfliegern erscheinen die Erklärungen nicht ausreichend. „Auch auf Nachfrage hin erklärte der Flughafengeschäftsführer noch immer nicht, was für Pläne das sind. So bangen die Piloten des Aero Club weiter, wo sie ab 1. April mit ihren Flugzeugen, der Werkstatt sowie dem Ausbildungsraum und Club-Heim bleiben werden“, nimmt Florian Mösch vom Aero Club von Lübeck Stellung. „Immerhin ist jetzt klar: Es gibt absehbar doch gar keine Notwendigkeit, Änderungen an der Antennenanlage vorzunehmen. Das war bisher als einziger Grund genannt worden, warum die Segelflieger weichen sollten“, so Mösch weiter.

Was die Ausführungen der Geschäftsführung zu den letzten improvisierten Änderungen am Sicherheitskonzept des Flughafens Blankensee angeht, sind die Segelflieger jedenfalls optimistisch, dass diese – wie an etlichen anderen Flughäfen auch und wie auch schon einmal vor einigen Jahren in Lübeck – schließlich „in konstruktiver gemeinsamer Abstimmung“ zwischen Flughafenbetreiber, Aero Club und Luftfahrtbehörde zu einer allen Parteien gerecht werdenden und praktikablen Lösung entwickelt werden können.

„Wir bedauern sehr, dass der Flughafenbetreiber weiterhin nicht bereit ist, einen Vertreter in die nächsten anstehenden Sitzungen des Hauptausschusses und der Lübecker Bürgerschaft zu entsenden, um die noch offenen Fragen zu klären. Noch viel mehr bedauern wir aber, dass sich Herr Matthießen entgegen seiner öffentlichen Beteuerungen noch immer nicht bereit erklärt hat, auch mit uns direkt zu sprechen“, so Florian Mösch. „So bleibt für uns als letzte Aussage, die uns direkt erreicht hat, vorerst doch noch das Statement von Herrn Matthießen und Herrn Dr. Steppe im Raum stehen, dass Segelflug in Lübeck zukünftig nicht mehr möglich sein soll.“

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