Entwarnung durch Kampfmittelräumdienst : Flughafen Lübeck: Die Bombe, die eine E-Zigarette war

Am Lübecker Flughafen mussten 150 Reisende wegen einer möglichen Bombe das Gebäude verlassen.
Am Lübecker Flughafen mussten 150 Reisende wegen einer möglichen Bombe das Gebäude verlassen.

Der Flughafen Lübeck ist am Mittwochmittag evakuiert worden. Ein verdächtiges Gepäckstück löste beim Check-In Alarm aus.

shz.de von
29. Juli 2015, 16:50 Uhr

Lübeck | Der Flughafen Lübeck ist am Mittwochmittag abgeriegelt und evakuiert worden. Zahlreiche Straßen im Umfeld des Geländes wurden gesperrt. Beim Einchecken sei ein Gepäckstück geröntgt und gegen 11.45 Uhr als verdächtig eingestuft worden, teilte die Polizei mit. In dem schwarzen Koffer befand sich nach Angaben des Sicherheitspersonals ein kleiner Kasten mit Batterien und Drähten. Daraufhin sei Alarm ausgelöst worden.

Der Kampfmittelräumdienst rückte an, um das Gepäckstück zu untersuchen, sagte ein Sprecher der Lübecker Polizei. Kurz nach 14 Uhr gab es dann Entwarnung. Es wurde keine Bombe gefunden. Das Gepäck habe sich als harmlos herausgestellt, sagte der Sprecher. Demnach handelte es sich bei der vermuteten Bombe um eine E-Zigarette. Der Besitzer des Koffers soll die Polizei bereits bei seiner Befragung auf die E-Zigarette hingewiesen haben. Die Polizei habe jedoch auf Nummer sicher gehen wollen und den Kampfmittelräumdienst verständigt.

Die Passagiere durften daraufhin in das Flughafengebäude zurückkehren. Der Flughafen nehme wieder seinen Betrieb auf, es sei aber mit Verspätungen zu rechnen, sagte der Polizeisprecher. Von der Evakuierung waren nach Angabe des Sprechers etwa 150 Passagiere betroffen, die von Lübeck aus nach Riga fliegen wollten. Die Maschine konnte mit etwa drei Stunden Verspätung abheben. Der Start eines nachfolgenden Fluges nach Danzig sollte sich um etwa 25 Minuten verzögern.

Am Nachmittag löste auch ein herrenloses Paket am Seelandkai einen weiteren Einsatz des Kampfmittelräumdienstes aus. Das Paket sei an der Zufahrt zum Seelandkai gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher - es gehörte einem Seemann, der es aus Versehen dort stehengelassen hatte.

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