zur Navigation springen

Flüchtling (16) vor Asyl tödlich verletzt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Tragischer Verkehrsunfall direkt am Lübecker Solidaritätszentrum „Walli“

Mittwochabend kam es auf der Willy-Brandt-Allee direkt vor dem Solidaritätszentrum des Lübecker Flüchtlingszentrums auf der Wallhalbinsel gegenüber der Musik- und Kongresshalle zu einem tragischen Unfall. Ein 16-Jähriger wurde von einem Auto erfasst und so schwer verletzt, dass er am Donnerstagmorgen in einem Lübecker Krankenhaus verstarb. Der 16-Jährige war als unbegleiteter Flüchtling aus Afghanistan auf der Durchreise nach Schweden und war über Nacht auf dem Gelände der „Walli“ untergebracht.

„Der Unfall geschah unmittelbar bevor der 16-Jährige den Bus besteigen wollte, der ihn zur Fähre nach Travemünde bringen sollte, um von dort weiter nach Schweden zu seinen Verwandten zu reisen“, sagt Jana Schneider vom Solidaritätszentrum des Lübecker Flüchtlingsforums auf der „Walli“. Aktivisten des Solidaritätszentrums leisteten Erste Hilfe und alarmierten sofort den Rettungsdienst, der auch schnell vor Ort war.

Nach Angaben der Polizei hatte ein 46-jähriger Lübecker gegen 18.24 Uhr mit seinem Renault die Willy-Brandt-Allee befahren, als in Höhe des Solidaritätszentrums zwei Personen (16 und 21 Jahre alt) über die Fahrbahn liefen. „Trotz einerVollbremsung wurde der 16-Jährige Jugendliche durch das Fahrzeug erfasst und schwer verletzt. Der Jugendliche wurde in eine Lübecker Klinik verbracht, wo er am Donnerstagvormittag verstarb“, sagte Dierk Dürbrook, Sprecher der Polizeidirektion Lübeck.

„Wir alle sind geschockt und bestürzt über den tragischen Tod eines jungen Menschen, dem wir helfen wollten, zu seinen Verwandten nach Schweden zu kommen. Dass er nach der langen gefährlichen Flucht so kurz vor dem Ziel ums Leben gekommen ist, macht uns unfassbar traurig“, sagte Jana Schneider vom Solidaritätszentrum des Lübecker Flüchtlingsforums.

Als Sofortmaßnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit fordert das Lübecker Flüchtlingsforum die Hansestadt Lübeck auf, vor dem Solidaritätszentrum in der Willy-Brandt-Allee eine Tempo-30-Zone und einen Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) einzurichten.




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen