Regionalexpress von Kiel nach Lübeck : Feuerwehreinsatz: Flüssigkeit im Zug war Schwefelsäure

Drei Gleise am Lübecker Hauptbahnhof wurden gesperrt. Mit Schutzanzügen wird die Flasche aus dem Abteil geborgen.

Drei Gleise am Lübecker Hauptbahnhof wurden gesperrt. Mit Schutzanzügen wird die Flasche aus dem Abteil geborgen.

Eine Frau soll die Flasche mit der ätzenden Flüssigkeit im Zug stehengelassen haben. Verletzt wurde niemand.

shz.de von
01. März 2017, 08:28 Uhr

Lübeck | Ursache für den Säureeinsatz der Feuerwehr Lübeck am Dienstagnachmittag am Lübecker Hauptbahnhof in einem Regionalzug von Kiel nach Lübeck war eine hochkonzentrierte Schwefelsäure. Dies teile die Analytische Task Force (ATF) der Berufsfeuerwehr Hamburg mit. Damit wurde der Anfangsverdacht der Feuerwehr Lübeck bestätigt. Und die Bahn könne nun die Instandsetzung des Zuges vornehmen.

Wie es zu diesem Ereignis kommen konnte und warum ein Fahrgast diese Schwefelsäure vermutlich nicht fachgerecht transportiert hat, liegt in der weiteren Ermittlungsarbeit der Bundespolizei.

Eine zunächst unbekannte ätzende Flüssigkeit in einem Regionalexpress von Kiel nach Lübeck hatte Polizei und Feuerwehr in Atem gehalten. Die Polizei hatte drei Gleise des Lübecker Hauptbahnhofs gesperrt, nachdem Reisende von einem stechenden Geruch und Rauchentwicklung im Zug berichtet hatten. Feuerwehrleute in Schutzanzügen hätten den Zug durchsucht und neben einem stark verätzten Sitz eine Flasche entdeckt, aus der Gase aufstiegen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Nach ersten Erkenntnissen hatte eine Frau die Flasche dort stehen lassen und nach Zeugenaussagen den Zug in Pönitz oder Pansdorf verlassen. Bei dem Vorfall wurde nach Polizeiangaben niemand verletzt.

Der Zugverkehr zwischen Lübeck und Kiel lief nach Angaben eines Bahnsprechers am Nachmittag wieder normal.

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