Lübeck-Siems : Feuer zerstört Flüchtlingsunterkunft – Brandstiftung ausgeschlossen

Für das Holzhaus kam jede Rettung zu spät.

Für das Holzhaus kam jede Rettung zu spät.

Das Holzhaus konnte nicht gerettet werden. Das Feuer brach nach ersten Erkenntnissen auf der Terrasse aus.

shz.de von
23. Februar 2017, 12:47 Uhr

Lübeck | Ein Feuer in einer Lübecker Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber ist vermutlich von einem Bewohner verursacht worden. „Es gibt keinen Anhaltspunkt, dass es sich um einen fremdenfeindlichen Anschlag von außen handelte“, sagte die Lübecker Oberstaatsanwältin Ulla Hingst am Donnerstag. Nach Angaben der Polizei zerstörten die Flammen am Mittwochabend eines von fünf Holzhäusern im Stadtteil Siems. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt.

Nach Angaben der Feuerwehr waren bei Ausbruch des Feuers nur vier der acht Bewohner anwesend. Sie konnten sich rechtzeitig retten. Die acht Bewohner sollen in Ersatzunterkünften einquartiert werden, hieß es.

Die Löscharbeiten der 31 Einsatzkräfte wurden durch starken Wind erschwert. Ein Übergreifen der Flammen auf die vier baugleichen Flüchtlingsunterkünfte in unmittelbarer Nähe konnte verhindert werden.

Nach ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler davon aus, dass der Brand im Gebäudeinneren ausbrach und durch einen Bewohner ausgelöst wurde. Die genaue Brandursache stand zunächst nicht fest. Ob es sich um fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung handelte, sollte ermittelt werden.

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