Feldpostbriefe helfen weiter

Groß war die Begeisterung in der Hansestadt beim Auszug des Regimentes Lübeck in den ersten Weltkrieg.
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Groß war die Begeisterung in der Hansestadt beim Auszug des Regimentes Lübeck in den ersten Weltkrieg.

Lübecker Museen bereiten eine Ausstellung über die Zeit des Ersten Weltkriegs vor

shz.de von
12. Oktober 2013, 00:33 Uhr

Am 2. August 1914 begann mit der Generalmobilmachung in Deutschland der Erste Weltkrieg. Die Lübecker Museen bereiten zum hundertsten Jahrestag im Jahre 2014 eine Ausstellung zu den Auswirkungen des Krieges auf das Leben in Lübeck vor und bitten um Mitarbeit. Es werden Fotos und Feldpostbriefe aus der Zeit gesucht.

In den vier Jahren der Kriegsdauer wirkte dieser sich mehr und mehr auf das Leben in der Hansestadt aus. Die Wirtschaft wurde auf Kriegsproduktion umgestellt. Die Ernährungslage wurde schwieriger. Nach und nach wurde die gesamte Bevölkerung zur Unterstützung des Krieges mobilisiert – Kinder, Jugendliche, Frauen. In den „Vaterstädtischen Blättern“ wurde Woche um Woche eine „Ehrentafel“ mit Kurzlebensläufen und Fotos der Lübecker Gefallenen veröffentlicht. Große Lazarette – vor allem das Barackenlazarett auf dem Burgfeld – mussten die immer größer werdende Zahl der Verwundeten aufnehmen. Kriegs- und Zivilgefangene aus den gegnerischen Ländern wurden in der Lübecker Wirtschaft eingesetzt. Die anfängliche Begeisterung nahm mit der Zeit ab. Vor allem in der Arbeiterschaft äußerten sich Proteste, die im Januar 1918 in einem Streik gipfelten. Die Arbeiterschaft forderte neben einer Verbesserung der Ernährungslage auch einen schnellen Friedensschluss ohne Annexionen und die Einführung eines demokratischen Wahlrechtes.

Die Museen sind nun auf der Suche nach Material, das das Leben der Lübecker Soldaten im Felde und die Probleme der Lübecker während der vierjährigen Kriegsdauer illustrieren kann. Außerdem soll die Geschichte des Infanterie-Regiments 162 „Lübeck“ während des Krieges beleuchtet werden.

Wer hat Fotos und Dokumente, wie Feldpostbriefe, Tagebücher und andere Aufzeichnungen und Dokumente aus seiner Familie, die der den Museen leihweise für die Dauer der Ausstellungsvorbereitung und der Ausstellung s zur Verfügung stellen kann? Ansprechpartner ist Dr. Wolfgang Muth, Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Tel. (0451) 301152, E-Mail: geschichtswerkstatt@luebeck.de.

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