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Lübeck : Fast 500.000 Besucher - Hansetag der Rekorde

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Delegationen aus 15 Ländern zeugen davon, dass der Städtebund noch immer sehr lebendig ist. Und die Lübecker haben bewiesen, dass sie trotz aller Finanznöte zu feiern verstehen

Gut gelaunte Menschen, kaum Zwischenfälle und rund 500.000 Besucher - die Hansestadt Lübeck hat eine positive Bilanz des 34. Internationalen Hansetages gezogen. Er freue sich, dass Lübeck als Königin der Hanse Gastgeber für so viele Menschen sein durfte, sagte Bürgermeister Bernd Saxe am Sonntag. Vier Tage lang haben Delegationen aus 122 europäischen Hansestädten fröhlich gefeiert.

Trotz der vielen Besucher sei die Veranstaltung sehr friedlich verlaufen, auch die erwarteten Verkehrsprobleme seien ausgeblieben, sagte Polizeisprecher Stefan Muhtz. Bei der Abschlussveranstaltung sollte Saxe die Hansetagsflagge an den Bürgermeister von Viljandi, Ando Kivistik, übergeben. In der estnischen Stadt findet 2015 der 35. Internationale Hansetag statt.

Knapp 2000 Delegierte und Kulturgruppen hatten seit Donnerstag in Lübeck gefeiert - bunt, fröhlich und sehr international. „Der Hansetag gehört zu den schönsten Festen, die je in Lübeck gefeiert wurden“, sagte Lübecks Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer, die bei der Eröffnungsfeier am Donnerstag im mittelalterlichen Kostüm erschienen war. „Es ist uns gelungen, die ganze Stadt mit und für den Hansetag zu begeistern, das hat viel zur tollen Stimmung beigetragen“, sagte sie.

Bei bestem Wetter bummelten auch am Sonntag noch einmal Besucher aus Nah und Fern über das rund 60.000 Quadratmeter große Festgelände. Frauen und Männer aus Polen, Russland, Estland, Lettland, Litauen und Schweden zogen in farbenprächtigen Trachten viele Blicke auf sich.

Immer wieder mussten sie stehenbleiben, um sich von Besuchern fotografieren zu lassen. Auch untereinander waren Erinnerungsbilder gefragt. Auf dem Schrangen etwa posierten Trachtenträger aus den russischen Städten Welikij Nowgorod, Pskow und Smolensk mit dem Rattenfänger von Hameln für ein Foto. Nebenan am Stand von Halle an der Saale wurden zur Musik von Georg Friedrich Händel, dem großen Sohn der Stadt, Salzfußbäder zur Erfrischung für müde Füße angeboten.

Rund 1,6 Millionen Euro hat sich Lübeck, die ehemalige „Königin der Hanse“, die Veranstaltung kosten lassen. „Die anderen Hansestädte hatten hohe Erwartungen an uns und ich glaube, die haben wir erfüllt“, sagte Saxe, der zugleich auch Vormann der neuen Hanse ist.

Die war in Anlehnung an den mittelalterlichen Städtebund 1980 in der niederländischen Stadt Zwolle ins Leben gerufen worden. Die Internationalen Hansetage sind jedes Jahr in einer anderen Mitgliedsstadt zu Gast.Rund zwei Jahre lang hat die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) am Programm mit 350 Einzelveranstaltungen und dem Verkehrs-und Sicherheitskonzept gearbeitet. „Das Programm hat für jeden Geschmack und jede Zuschauergruppe etwas geboten. Besondere Renner waren die Konzerte vor dem Holstentor, die Kinderhansestadt und das Mittelalterlager rund um den Dom“, sagte LTM-Geschäftsführerin Andrea Gastager. „Alle Mitwirkenden waren mit Herzblut bei der Sache und haben den Besuchern gezeigt, dass sie in der Stadt willkommen sind“, sagte sie.

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erstellt am 25.Mai.2014 | 17:15 Uhr

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