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Lübeck

21. Oktober 2017 | 05:52 Uhr

Fassadenbeschau am Hansemuseum

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Millionen-Projekt Europäisches Hansemuseum am Fuße des Burgklosters soll kein Betonklotz werden

shz.de von
erstellt am 21.Sep.2013 | 00:31 Uhr

Als die ersten Entwürfe des neuen Hansemuseums an der Untertrave veröffentlicht wurden, waren viele Lübecker entsetzt und befürchteten einen neuen Bunker aus Beton. Inzwischen ist klar: Das Gebäude wird verklinkert. Und das sehr sorgfältig. Mit einer Musterschau soll angedeutet werden, wie das Gebäude am schönsten zu gestalten ist.

John Michael und Maik Wendt von der Firma „Eigemann & Retkowski“ machten sich am Freitag an die Arbeit. Eine Ecke des Gebäudes wurde sorgfältig verklinkert – mit ganz unterschiedlichen Steinen, Mustern und Fugen. Hier können ab kommender Woche Architekten und Bauherren die geeignete Fassade aussuchen. Auch der Gestaltungsbeirat der Hansestadt wird am Donnerstag vor Ort erwartet. Die Fassade wird auf jeden Fall hochwertig gestaltet. Der Klinker stammt aus einer dänischen Manufaktur. Die Ziegel werden per Hand hergestellt.

Das Europäische Hansemuseum soll nach derzeitigem Stand im März 2015 eröffnet werden. Die Kosten liegen bei 27 Millionen Euro. 9,52 Millionen Euro trägt die EU, den Rest die Lübecker Possehl-Stiftung. Das neue Museum wird sich überwiegend im zwölf Meter hohen Burghügel befinden und einen Anschluss an das Burgkloster haben. Die Besucher fahren mit dem Fahrstuhl in die Hanse-Geschichte. Zu erleben gibt es Reisen in die wichtigsten Hanse-Kontore und zurück. Für die wissenschaftliche Aufarbeitung der Hanse-Geschichte werden Labore eingerichtet.


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