zur Navigation springen
Lübeck

17. August 2017 | 08:26 Uhr

Erstaufnahme in Lübeck

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Flüchtlingsunterkünfte Solmitzstraße bezugsfertig / Land baut Erstaufnahme an Kronsforder Landstraße

Der Brandanschlag im Juni hat die Arbeiten nicht verzögert: Nach fünf Monaten Bauzeit sind die neun Häuser mit 42 Wohnungen für insgesamt 140 Flüchtlinge fertig. In Zukunft wird es in der Stadt auch Gemeinschaftsunterkünfte mit 200 bis 300 Bewohnern geben, kündigte Bürgermeister Bernd Saxe an.

Voraussichtlich ab Montag werden die ersten Flüchtlinge in die neuen Räume einziehen. „Die schnelle Umsetzung hier in Lübeck und weitere Anträge auf Fördermittel zeigen, dass wir einen richtigen Weg eingeschlagen haben“, so Staatssekretärin Manuela Söller-Winkler (SPD). „Ich hoffe, dass dieses erste Vorhaben schon bald Nachahmer finden wird.“

Die Gesamtinvestitionskosten betragen 4,8 Millionen Euro. Mit rund 85 Prozent, 4,09 Millionen Euro, fördert das Land Schleswig-Holstein die Maßnahme im Rahmen des neuen Sonderprogramms zur Förderung der Unterbringung und des Wohnens für Flüchtlinge. Die Restsumme finanziert die Grundstücks-Gesellschaft Trave mbH: 650  000 Euro kommen aus der Grundstücksübertragung der Hansestadt Lübeck in das Stammkapital, der Rest wird über das Eigenkapital der Trave gmbH gedeckt. „Die Gemeinschaftsunterkunft in der Solmitzstraße ist in nur fünf Monaten Bauzeit bezugsfertig geworden, darauf sind wir stolz“, so Trave-Geschäftzsführer Dr. Matthias Rasch. „Langfristig brauchen viele Flüchtlinge aber eigene Wohnungen, ohne dass es zu Verteilungskämpfen kommt. Dieser Aufgabe wollen wir uns als Wohnungswirtschaft in Lübeck gern stellen, brauchen aber bessere Rahmenbedingungen, um zusätzliche Wohnungen zu bauen.“

Am Rande der Einweihung bestätigte Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler, dass sich Lübeck und die Landesregierung über einen Standort für den Bau einer Flüchtlingserstaufnahmeeinrichtung geeinigt hätten. Sie soll mit 600 Plätzen auf einem privaten Grundstück an der Kronsforder Landstraße entstehen, das das Land erwirbt. Eine ursprünglich vom Land geplante Erstaufnahmeeinrichtung im Neubaugebiet Bornkamp war am massiven Protest von Anwohnern in der Bürgerschaft gescheitert: Der Verkauf eines städtischen Grundstücks an das Land kam nicht zu Stande.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen