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Lübeck

11. Dezember 2017 | 20:55 Uhr

Endlich: Stadtmöbel am Schrangen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Umbauprojekt der Fußgängerzone „Mitten in Lübeck“ findet doch noch einen ansprechenden Abschluss

Am 5. März 2010 wurde das ehrgeizige Projekt „Mitten in Lübeck“ gestartet – der Umbau der Fußgängerzone in der Altstadt vom Klingenberg bis zum Schrangen. Die Arbeiten wurden Zug um Zug dem Zeitplan entsprechend realisiert, bis auf das letzte Stück zwischen den beiden Karstadt-Häusern: dem Schrangen.

Ende November 2013 waren die Bauarbeiten an der neuen Fußgängerzone beendet worden. Seitdem wird diskutiert, wie der untere Teil des Schrangen gestaltet werden kann. Die ersten Planungen sahen den Bau eines Café vor. Das aber war am Ende von der Stadt nicht zu finanzieren. Dann plante die Stadt dort einen Klotz mit Sitzflächen in Richtung St. Marien zu platziren. Die Kosten: 1,1 Millionen Euro. Auch das war letztendlich zu teuer. Zwischenzeitlich wurde der untere Schrangen asphaltiert.

Der nächste Vorschlag: Große U-förmige Sitzelemente mit Beleuchtung. Die geschätzten Kosten: 120  000 Euro. An der Ausschreibung beteiligte sich dann aber nur ein Unternehmen, und das wollte 321  000 Euro für die Umsetzung dieser Idee haben. Die Ausschreibung wurde aufgehoben.

Im Mai 2014 kam den nächste Vorschlag auf den Tisch: Auf dem Schrangen könnten sechs Gruppen mit je drei Doppelsitzbänken wie schon in der Sandstraße aufgestellt werden. Der untere Bereich zur Königstraße würde dabei frei bleiben. Die Kosten von 118  000 Euro erschienen zwar finanzierbar, die Gestaltung fand in der Politik wenig Beifall. Das Urteil: zu langweilig.

Jetzt ist ein Kompromiss gefunden. Es werden drei U-förmige Sitzelemente und ein Podest aufgestellt. Die Sitzelemente sind acht Meter breit und haben Seitenschenkel in einer Länge von 3,60 Meter bis 6,20 Meter. „Die Ausstattungselemente dienen als vielfältig nutzbare Stadtmöbel und Veranstaltungsplattform“, heißt es zur Erläuterung von Seiten der Stadtverwaltung mit. Die Bauzeit soll etwa vier Wochen betragen. Kostenpunkt: 183  000 Euro. Dann wäre im April das große Abschlussfest „Mitten in Lübeck“ möglich, das zu Beginn der Arbeiten im Jahr 2010 versprochen worden war.



>Die Gesamtkosten für die Neugestaltung der Innenstadt lagen bei gut elf Millionen Euro. Die Possehlstiftung übernahm davon 4,6 Millionen Euro, weitere 2,45 Millionen Euro kamen von der EU. Auch die Anlieger mussten sich finanziell beteiligen.








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