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Einzelhandelsgutachten: Lübeck ist gut aufgestellt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Leerstandsquote hat sich nicht negativ verändert / Ehemaliges C&A Haus wird umgebaut

Die Wirtschaftsförderung Lübeck hat eine Untersuchung mit Blick auf den Einzelhandel in der Stadt vorgelegt. Ergebnis: Der Umsatz im Einzelhandel ist stabil. Nur durch Schließung des C&A Hauses in der Mühlenstraße sind mehr Leerstände in der Innenstadt zu verzeichnen. Und in das Erdgeschoss des Gebäudekomplexes werden wohl schon kurzfristig neue Mieter einziehen können.

In der Sitzung des Wirtschaftsausschusses stellte Dr. Björn Jacobsen von der städtischen Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH den aktuellen Bericht zur Einzelhandelsentwicklung vor, dessen gesamte Ergebnisse erst im Oktober 2014 veröffentlicht werden. Ausgewertet wurden die Daten aus dem vergangenen Jahr. Seit 2001 erstellt die Wirtschaftsförderung Lübeck jährlich den Einzelhandelsmonitor. Dabei werden die drei Faktoren Flächen-, Umsatz- und Kaufentwicklung in Lübecker Einzelhandelsbetrieben unter anderem durch eine Begehung aller Verkaufsflächen im Lübecker Stadtgebiet erhoben.

Neben dem Trend zu großflächigeren Einheiten ist erstmals seit 2006 eine rückläufige Entwicklung der Einzelhandelsflächen zu verzeichnen. Dies begründe sich allerdings auch in der fehlenden Berücksichtigung des LUV Shopping-Centers in Lübeck-Dänischburg, wo Ikea der Treiber ist.

Unter Berücksichtigung der bloßen Einzelhandelsfläche sei in der Lübecker Altstadt eine stabile Situation zu beobachten, bei genauerer Betrachtung der Leerstände sprechen die Zahlen für einen sprunghaften Anstieg nicht genutzter Verkaufsflächen. Aber: Der Grund für diese statistische Entwicklung ist allein durch den Leerstand des ehemaligen C&A Gebäudes zu erklären. Ohne dieses Objekt würde, die Leerstandsquote von 12,7 auf 8,7 Prozent sinken.

Nachdem sich der Besitzer der Immobilie gegen den Abriss des ex-C&A Gebäudes und für Wiederverwertung des Hauses entschieden habe, sind im Erdgeschoss Läden vorgesehen, im Obergeschoss Büro- und Dienstleistungsflächen“, berichtete Dirk Gerdes, Chef der Wirtschaftsförderung. Mit potenziellen Mietern würden bereits Verhandlungen geführt.

Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft definierte Björn Jacobsen als stabil und im Vergleich mit anderen Städten ähnlicher Größe als gutes Mittelmaß, während industriell geprägte Städte eine höhere, im Osten Deutschlands gelegene Städte niedrigere Kaufkraft aufwiesen. Dies schlage sich ebenfalls in einem stabilen Umsatz von 1,2 Milliarden pro Jahr nieder, der aber durch den vermehrten Nah- und Ferntourismus keine deutliche Verbesserung erfuhr.

Die zunehmende Verbreitung des Onlinehandels hat hinsichtlich der Präsenz und des Umsatzes des stationären Einzelhandels in der Hansestadt Lübeck bisher noch keine verheerende Wirkung gezeigt.

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