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Lübeck

18. Dezember 2017 | 18:07 Uhr

Ein Vorschlag für Lübecks Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Projektgruppe Initiative Hafenschuppen (PIH) legt seine entscheidungsreifen Pläne für die Nördliche Wallhalbinsel vor

Was wird aus Lübecks „Sahnestück“ – der nördlichen Wallhalbinsel? Etwa ein kleines Abbild Hanburgs Hafencity, oder werden die ehemaligen Hafenschuppen umgenutzt und in eine kleinteilige Neubebauung einbezogen? Über diese Frage wird seit Jahren in der Hansestadt heftig gestritten. Vor zwei Jahren bekam die Projektgruppe Initiative Hafenschuppen (PIH) von der Bürgerschaft die Möglichkeit eingeräumt, ein eigenes Konzept zu erarbeiten.

Das unter breiter öffentlicher Beteiligung entwickelte „Konzept für eine behutsamen Revitalisierung der Nördlichen Wallhalbinsel (kurz PIH-Konzept)“ wurde jetzt dem Bürgermeister zugestellt, parallel dazu das Angebot einer Käufergemeinschaft, die sich das Konzept zu eigen machen und umsetzen will. Das PIH-Konzept und das Kaufangebot wurden mit der Bitte übergeben, „die für dessen Umsetzung beziehungsweise für die Anhandgabe der zugrundeliegenden Liegenschaften erforderlichen Beschlüsse der Lübecker Bürgerschaft herbeizuführen“.

Die Kernpunkte des vorgelegten PIH-Konzeptes: In den historischen Kaischuppen A bis D und F ist ein Mix aus Wohnen und Gewerbe sowie kulturellen und sozialen Einrichtungen vorgesehen. Der Wohnanteil beträgt 40 Prozent und wird in Schuppen B und in Teilen von Schuppen F mit zweigeschossigem Ausbau realisiert (etwa 5000 Quadratmeter Wohnfläche). Kulturelle und soziale Nutzungen werden in den Schuppen A, C und Teilen von Schuppen D und untergebracht. Schuppen A erhält eine Spielstätte für angewandte Popkultur und ein Musikzentrum mit Probe- und Produktionsräumen der Deutschen Rockmusik Stiftung. Schuppen C bleibt Veranstaltungsort für das Festival „Kunst am Kai“ wird Ausweichspielstätte für das Schleswig-Holstein Musik Festival und mit weiteren kulturellen Angeboten belebt.

In Schuppen D bleibt die Werfthalle und Ausbildungsstätte des Vereins Gesellschaft für Weltkulturgut Hansestadt Lübeck erhalten, der sowohl mit der Jugendbauhütte Lübeck als auch mit dem medizinisch-therapeutischen Projekt des Vereins DagNy im Schuppen F kooperiert. Die südlichen Flächen im Schuppen D und F sind für kleingewerbliche Handelsgeschäfte, für traditionelles Kunsthandwerk, für eine Mischung aus Wohnen und Arbeiten des Kreativgewerbes sowie für maritime Dienstleistungen im Zusammenhang mit der im Hansahafen neu einzurichtenden Marina am Behnkai vorgesehen.

Für das Neubaufeld südlich der Media Docks wird ein Hotel mit 150 Zimmern vorgeschlagen, für das ein unter großer öffentlicher Beteiligung entwickelter Entwurf und ein Investor bereit stehen. Für das Teilbaufeld südlich von Schuppen A wird ein Parkhaus vorgeschlagen, mit dem die 350 im öffentlichen Raum nachgewiesenen Stellplätze auf über 500 Stellplätze erhöht und durch Gewerbeflächen für Carsharing- Anbieter und Autovermieter sowie Büroflächen im Dachgeschoss ergänzt werden können. Für das Teilbaufeld nördlich von Schuppen D wird ein Erbpachtvertrag über 30 Jahre mit dem Betreiber des Strandsalons vorgeschlagen, um hier eine Neuordnung der provisorischen Bebauung zu ermöglichen. Die Lübecker Bürgerschaft wird vermutlich schon im Februar über das Konzept der Projektgruppe Initiative Hafenschuppen (PIH) beraten.


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