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Ein Stück St. Petri für zu Hause

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Folie wird in Einzelteilen gegen eine Spende an Lübeck-Liebhaber abgegeben / Der Erlös wird für Sanierung des Turmes verwendet

Die großflächige Plane an der Universitätskirche St. Petri zu Lübeck ist zwar noch nicht ganz verschwunden, da die Fugenarbeiten auf Grund des Wetters noch nicht abgeschlossen sind. Aber ein großer Teil der bedruckten Folie wird nicht mehr benötigt. In Einzelteilen wird die Folie gegen Spende an Lübeck-Liebhaber abgegeben. Der Erlös wird für die Sanierung des Turmes verwendet.

Den 14. November sollten sich kreative Hobbykünstler, Petri-Fans, Planensammler und Gerüst-Nostalgiker im Kalender rot anstreichen: Nur an diesem Tag werden in der Kunst-, Kultur- und Universitätskirche von 11 bis 16 Uhr die Teilstücke der Plane, die den Turm seit über einem Jahr verhüllen, gegen Spende abgegeben. „Wir hatten schon mehrere Nachfragen“, sagt Hüttenmeister Bernd Leinert. Der Grund: Die Plane besteht aus sehr reißfestem Gewebe, aus Gittervinyl, sogenannten Meshgewebe. Es ist aber trotzdem sehr leicht, ein Quadratmeter wiegt weniger als vier Tafeln Schokolade. Und: Es ist mit einem Kunstmotiv bedruckt.

Besonders das Auge, das in 50 Metern Höhe über der Stadt zu schweben schien, war während der Bauphase ein beliebtes Fotomotiv. „So viele Lübecker waren begeistert von der Plane an St. Petri“, hat Petri-Pastor Dr. Bernd Schwarze beobachtet. „Das Auge über der Stadt hat eine ganz eigene Geschichte erzählt. Jetzt ist es möglich, sich ein Stück von St. Petri nach Hause zu holen.“

Die Künstlerin Kathrin Romer hatte die Plane gestaltet, inspiriert vom 139. Psalm: „Herr, du erforscht mich und kennest mich“. Der passte sehr gut zum Programm von St. Petri. Aufgebaut wurde die Grafik in vier Entwurfsschichten. Zuunterst liegt die Fotogrammetrie des Gebäudes, darüber die farbige Baualterskartierung der historischen Forschung, als oberste Layer folgen die Text- und Bildschicht.

Insgesamt 2000 Quadratmeter Plane wurden zur Verhüllung des Turmes angefertigt, die ersten Bahnen wurden im Sommer abgetragen. 500 Quadratmeter Plane werden nun abgegeben. Am Sonnabend, 14. November, schneiden Mitarbeiter der Kirchenbauhütte unter den strengen Augen von Hüttenmeister Bernd Leinert die Bahnen je nach Kundenwunsch in passende Stücke. Einige Teile werden auch vorgeschnitten, sie liegen dann zu handlichen Rollen zusammengeschnürt von 11 bis 16 Uhr zur Abholung in St. Petri bereit. Das Petri-Café ist zu dieser Zeit ebenfalls geöffnet.

„Egal ob man damit die Garagenwand verziert oder Eierwärmer bastelt – diese Plane ist vielseitig“, sagt Fundraiserin Hella Backhaus. „Wir hoffen an diesem Tag auf Abholung gegen freiwillige Spende.“

>Tipp: Wer ganz sicher gehen will, dass er ein Stück abbekommt, kann auch telefonisch vorbestellen: Das St. Petri-Büro ist unter Telefon: 0451/39773–0 Montag bis Donnerstag zwischen 9 und 15 Uhr erreichbar.



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