Ein Strand für Hunde oder Nackte?

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Kein Zaun trennt FFK- und Hundestrand: Stadt überlegt, die Nudisten auf den Priwall zu schicken

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13. Februar 2014, 11:50 Uhr

In wenigen Monaten wird es wieder voll am Strand. Und es wird erneut Probleme geben. In Travemünde liegen FFK- und Hundestrand direkt nebeneinander. Einen trennenden Zaun gibt es nicht. Die Stadt überlegt jetzt, die nackten Badegäste auf den Priwall zu schicken.

Das Problem ist nicht neu. Viele Nutzer des FFK-Strandes fühlen sich durch die Hunde belästigt. Die dürfen zwar nicht in diesem Bereich an den Strand, aber die Vierbeiner können die aufgestellten Schilder nicht lesen und wechseln die Strandabschnitte, wie es ihnen gefällt. Im vergangenen Jahr war erstmals der städtische Ordnungsdienst unterwegs, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Rechtzeitig vor dem Beginn der Sommersaison wird das Thema wieder diskutiert. Umwelt- und Innensenator Bernd Möller berichtet, dass die Probleme in der Verwaltung bearbeitet werden. Es sei vorgesehen, den Weg im Bereich der Böschung zu erweitern und abzugrenzen, damit die Hundehalter den FKK-Bereich – ohne gegenseitige Störungen – passieren könnten.

Ob das reicht, ist allerdings fraglich. Der Senator hat noch einen Plan B: Man könnte den FKK-Bereich auf den Priwall verlegen. Ob das den Gästen in den neuen Ferienhäusern gefällt, müsste aber noch geklärt werden. Bis zum 15. Mai ist noch Zeit, um eine Lösung zu finden. Dann gilt bis zum 15. September wieder das Hundeverbot am Strand – mit Ausnahme des Bereichs zwischen Grün- und FKK-Strand.

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