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Lübeck : Drei Angler aus der Ostsee gerettet - stark unterkühlt

vom
Aus der Onlineredaktion

Drei Männer kentern beim Angeln auf der eisigen Ostsee vor Neustadt - es droht der Tod durch Unterkühlung. Zum Glück werden ihre Hilfeschreie rechtzeitig gehört.

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2016 | 09:54 Uhr

Neustadt | Für drei Sportangler endete ein Ausflug mit einem gemieteten Angelboot beinahe in einer Katastrophe. Ihr Boot kenterte etwa 200 Meter vor Pelzerhaken in der Lübecker Bucht. Zeugen am Ufer hörten gegen 17.20 Uhr ihre Hilferufe und wählten den Notruf. Was den Tod der Männer verhinderte: Knapp zehn Minuten nachdem die Wasserschutzpolizei alarmiert wurde, rettete sie auch schon die drei stark unterkühlten Angler.

Bei Eintreffen der Wasserschutzpolizisten saß ein 46-jähriger Mann aus Flensburg auf dem Kiel des Bootes, ein 34-jähriger Mann aus Hamburg und ein 45-jähriger Lübecker hielten sich, im drei Grad kalten Wasser treibend, an dem Boot fest. Alle drei Männer trugen ausgelöste Rettungswesten.

Um 17.38 Uhr waren die drei Angler geborgen und befanden sich an Bord des Polizeibootes Habicht. Um 17.45 Uhr legte das Polizeiboot an der Seebrücke Pelzerhaken an, wo die alarmierten Rettungskräfte bereits warteten und die unterkühlten Männer übernahmen. Nach notärztlicher Erstversorgung wurden die drei Schiffbrüchigen in eine nahegelegene Klinik gebracht.

Warum das Boot kenterte, ist unklar. Es handelte sich um ein in Neustadt gemietetes, 4,70 Meter langes Angelboot. Die Beamten der Wasserschutzpolizei hatten den Verdacht, dass die Männer Alkohol konsumiert hatten. Es wurde daher wegen des Verdachts einer Straftat die Entnahme einer Blutprobe angeordnet.

Bei Havarien während der kalten Jahreszeit zählen Minuten: Schon unmittelbar nach dem Sturz in kaltes Wasser droht ein Kälteschock, der Muskeln und Atmung lähmen kann. Nach etwa drei Minuten kann der Körper bereits stark ausgekühlt sein und auch geübte Schwimmer haben schwere Probleme. Schon unter 15 Grad Wassertemperatur verringert sich das Vermögen, die Luft anzuhalten. Die Synchronisation von Einatmung und Schwimmbewegungen ist stark eingeschränkt. Es kann zur Panik kommen.

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