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Lübeck

24. Oktober 2017 | 00:46 Uhr

„Diskussion zur Unzeit“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Verein „Lübeck Management“ beurteilt den Vorstoß der Grünen in Sachen Verkehrskonzept kritisch

„So sensationell neu, wie von der Lübecker Fraktion der Grünen angekündigt, ist die Debatte über die Verkehrsberuhigung in der Lübecker Innenstadt keineswegs.“ Das ist die Reaktion von Olivia Kempke, Geschäftsführerin des Lübeck Managements (Verein zur Förderung der Stadtentwicklung in der Hansestadt Lübeck, LM) auf die Vorschläge zur Beruhigung der Lübecker Innenstadt gipfelnd in der Forderung der Grünen, die Königstraße für den Durchgangsverkehr zu sperren. Kempke warnt davor, die bereits laufende Debatte durch politischen Streit zu behindern.

„Das Lübeck Management startete, mit entsprechendem Vorlauf, Anfang 2015 eine Podiumsdiskussionsreihe zum Thema Perspektive Innenstadt. Wo wollen wir hin? In sehr enger Kooperation mit dem Wissenschaftsmanagement der Stadt, der Stadtplanung, der Fachhochschule Lübeck und der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck (IHK) richtet sich der Blick dabei auf eine ganzheitliche Betrachtung der innerstädtischen Entwicklung und die bestimmenden Faktoren: Wohnen. Gewerbe. Tourismus. Verkehr“, so Olivia Kempke: „Eine sinnvolle Verkehrsführung in der Innenstadt gehört selbstverständlich dazu.“ Es gelte aber zunächst, die dienenden Funktionen der Lübecker Innenstadt neu zu definieren und in einem zweiten Schritt, die geeigneten, unterstützenden Maßnahmen festzulegen. „Dieses Prozesses haben sich die genannten Organisationen längst angenommen. Als erstes nun aber über eine Verkehrsberuhigung in der Königstraße und flankierende Maßnahmen zu reden und die weiteren Prozesse dann der verkehrlichen Entwicklung anzupassen, erscheint absolut ungeeignet. Das bedeutet, das Pferd von hinten aufzuzäumen“, kritisiert die Geschäftsführerin des Lübeck Managements. IHK Lübeck, Wissenschaftsmanagement, Stadtplanung und die Fachhochschule wünschen sich einen sachlichen und konstruktiven Dialog um die Entwicklung der Lübecker Innenstadt. Olivia Kempke: „Wir wollen die beteiligten Akteure einbinden, das Für und Wider diskutieren und sinnvolle Maßnahmen auf den Weg bringen. Dabei lassen wir uns von Expertenwissen begleiten. Die Ideallösung für alle Beteiligten haben auch wir nicht parat. Aber: Wir müssen endlich den Mut haben, auch unpopuläre Themen aufzugreifen und diese kontrovers, aber stets sachlich und gewinnbringend zu diskutieren.“

Es bleibe zu hoffen, so die Chefin des Lübeck Managements, dass die von den Grünen vorgelegten Vorschläge nicht in einer für Lübeck leider so typischen Streitdebatte in den Reihen der Bürgerschaftsfraktionen endeten. Denn: „Das würde viel der bereits geleisteten Arbeit zunichtemachen. “

>Die Podiumsdiskussionsreihe des Lübeck Management e.V. wird im März fortgesetzt. Dann steht das Thema „Lübecks Innenstadt - Verkehrliche Erreichbarkeit“ auf dem Programm. Mehr Information auch unter www.luebeckmanagement.de

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