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„Die Stadt muss nach dem Unfall handeln“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Appell der „Initiative für Lübecks ländlichen Raum“ nach tödlichem Verkehrsunfall

Am 16. Dezember kam es auf der Kronsforder Hauptstraße zu einem schweren Unfall, bei dem eine Fußgängerin getötet wurde (wir berichteten). Die „Initiative für Lübecks ländlichen Raum“ hat jetzt Bürgermeister Bernd Saxe auf, dort auf der freien Strecke beim Forsthaus ein Tempolimit einzurichten.

Anfang 2013 habe eine Arbeitsgruppe der „Initiative für Lübecks ländlichen Raum“ ein Konzept zu Verkehrsmaßnahmen im entlegenen Ortsteil Kronsforde ausgearbeitet, berichtet Detlev Stolzenberg, Vorsitzender des gemeinnützigen Stadtteilvereins. Diese Unterlagen seien im Mai 2013 Bürgermeister Saxe mit der Bitte um Prüfung und Umsetzung der Maßnahmen übersandt worden. Das Konzept ist auch auf der Internetseite ini-hl-land.de als Download verfügbar.

„In unserem Verkehrsmaßnahmenkonzept haben wir unter Punkt 7 genau diese Gefahrenstelle angesprochen und ein Tempolimit von 70 Kilometern pro Stunde gefordert“, so Stolzenberg. „Der seinerzeit zuständige Mitarbeiter hat daraufhin mitgeteilt, dass besondere Gefährdungen an dieser Stelle nicht erfasst seien. Ein Tempolimit von 70 Kilometer pro Stunde wäre mit der Polizei und dem Landesbetrieb Verkehr als Straßenbaulastträger abzustimmen und von der Straßenverkehrsbehörde der Hansestadt Lübeck anzuordnen. Geschehen ist dies in den vergangenen zweieinhalb Jahren leider nicht“, so Stolzenberg. Der Verein erneuere deshalb seine Forderung. „Diese Maßnahme ist längst überfällig, da immer wieder Erholungssuchende, die den Fuß- beziehungsweise Radweg nutzen, die Landesstraße queren müssen, um ins Erholungsgebiet Kannenbruch zu gelangen. Die dort gelegene Bushaltestelle erfordert ebenso ein Tempolimit“, so Stolzenberg.

Das der Stadtverwaltung vorliegende Konzept zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in Kronsforde zeige, dass das Wissen der Einwohner um Gefahren im Straßenverkehr wertvolle Informationen biete. Dies könnte sich die Verwaltung zu Nutze machen, so die Anwohner, um Gefahren insbesondere für Fußgänger und Radfahrer zu minimieren. „Leider wurde noch nichts von unseren vorgeschlagenen baulichen Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit umgesetzt“, kritisiert Stolzenberg.

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