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„Die Lübecker Quadriga mit Spenden begleiten“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neue Aktion: Lübecker Hochschulen werben an St. Petri für sich und die Sanierung der Kirche

von
erstellt am 01.Nov.2013 | 00:36 Uhr

Noch fehlen fast zwei Millionen Euro: Dass auch dieses Geld für die Sanierung der St.-Petri-Kirche zusammenkommt, dafür machten sich gestern die Lübecker Hochschulen stark. Neben dem Eingangsportal enthüllten Uni-Präsident Peter Dominiak, Musikhochschul-Chefin Inge-Susann Römhild und Fachhochschul-Präsident Stefan Bartels gestern feierlich ein Banner. Die aufgedruckte Losung „Wir hängen an St. Petri“ ist dabei mehr als doppeldeutig zu sehen.

„Durch St. Petri sind alle drei Hochschulen der Stadt präsent“, sagt Römhild. Denn die markante Innenstadtkirche mit der Aussichtsplattform ist seit 2004 vertraglich mit Uni und Co. verbunden. Die Erstsemester werden hier begrüßt, die Abschlussfeiern hier begangen. Auch die Aktion „Stadt der Wissenschaft“ hat seinen Dreh- und Angelpunkt hier.
Das Banner und der Schulterschluss der drei Hochschul-Chefs zusammen mit Petri-Pastor Bernd Schwarze ist aber mehr als ein Lippenbekenntnis: „Diese Quadriga mit Spenden zu begleiten“, ist der Appell von Inge-Susann Römhild an die Lübecker – und die bekennenden Lübeck-Freunde vor den Toren der Hansestadt. Denn das Banner ist mehr als nur Werbung für den Hochschulstandort Lübeck: Pro Monat zahlen die drei Bildungsstätten 300 Euro Miete für das Banner. Geld, das der Sanierung der Kirche zu gute kommen soll. Und andere sollen es ihnen gleich tun.

Mindestens bis zum kommenden Frühjahr soll die Kirchenfassade als Werbefläche für die Hochschulen dienen, sagt Bernd Schwarze. Der Pastor hofft jedoch, dass auch andere Sponsoren Gefallen an den Gerüstflächen finden – wie 2005 bei der Sanierung des Holstentores, als für die Spende eines Geldinstituts das Lübecker Wahrzeichen mit bedruckten Planen verhüllt wurde. Das Logo der Bank war dabei mehrere Monate lang auf beiden Türmen zu sehen.

Apropos: Auch der Turm der Petri-Kirche muss im kommenden Jahr eingerüstet werden. Bereits jetzt sorgt sich Schwarze um die Einnahmen aus der Aussichtsplattform und hofft um Kompensation und weitere Spenden durch die Möglichkeit Banner aufzuhängen. „Wobei die Kirchengremien darüber abstimmen, was hängen darf und was nicht“, schränkt Schwarze ein.





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