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Rocker in SH : Die Hells Angels sind zurück in Lübeck

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2013 lösten sie sich offiziell auf, jetzt sind die Hells Angels in Lübeck wieder da. Das Landeskriminalamt beobachtet die Entwicklung.

Lübeck | Überraschende Entwicklung in der Rocker-Szene im Norden: Die Lübecker „Hells Angels“ sind zurück. Das Charter hatte sich im Dezember 2013 offiziell aufgelöst, offenbar um einem drohenden Vereinsverbot zuvorzukommen.

Rockerkriminalität beschäftigt die Polizei und die Landeskriminalämter von SH und Hamburg schon lange.  Im Januar gründete die Hamburger Polizei die Sonderermittlungsgruppe „Soko Rocker“, um der Rockerkriminalität in der Hansestadt zu bekämpfen.

Nun sind die „Höllen-Engel“ wieder da. Wie das Landeskriminalamt (LKA) bestätigt, ist das Charter gemeinsam mit einigen Unterstützergruppen bereits am 9. Januar in Kutten durch Kneipen und Diskotheken in der Lübecker Altstadt gezogen. LKA-Sprecher Stefan Jung: „Wir werten das eindeutig als eine Machtdemonstration.“

„We are back“, steht auf der neuen Internetseite unter dem Schriftzug „Hells Angels Lubeck“. Auch auf den Kutten ist „Lubeck“ zu lesen und nicht „Lübeck“. Da ein Schreibfehler unwahrscheinlich ist, dürfte eine taktische Überlegung dahinter stehen. Möglicherweise will man sich vom Vorgänger-Charter abgrenzen, um ein Verbot zu erschweren. Allerdings ist die Adresse des Clubheims mit der Dänischburger Landstraße 74 die alte geblieben –  und auch die Mitglieder sind laut LKA weitgehend identisch.

Offensiv zeigen sich Rocker mit Kutte unterdessen auch in Kiel. „Bandidos“ mit dem Aufnäher „Padborg“ hätten sich in einem Lokal getroffen, auch vereinzelt seien „Bandidos“ aufgefallen, so Jung. „Wir beobachten die Entwicklung aufmerksam, Straftaten im Zusammenhang mit Rivalitäten sind noch nicht bekannt.“

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erstellt am 15.Feb.2016 | 15:44 Uhr

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