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Lübeck

11. Dezember 2017 | 15:11 Uhr

Die Feuerwehr ausgebremst

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neue Parkregelung im Lübecker Wohnviertel zwischen Wakenitz und Falkenstraße weist Mängel auf

Immer wieder gab es in diesem Wohnviertel zwischen Falkenwiese, Wakenitz und Falkenstraße Probleme für die Feuerwehr, die bei Einsätzen die schmalen Straßen nicht passieren konnte. Die Stadt hatte daraufhin Strafzettel verteilt und das Abschleppen der Fahrzeuge angedroht. Viele Anwohner der engen Wohnstraßen stellten sich die Frage, wo sie ihr Auto denn nun abstellen sollten? Nach Protesten hatte man sich auf einen Kompromiss verständigt: Die Durchfahrtsbreite von 3,05 Metern muss in allen Straßen gegeben sein, auf den Gehwegen sollte eine Mindestbreite von 1,50 Metern verbleiben. Senator Bernd Möller setzt auf Rücksichtnahme der Autofahrer. So sollten die Autos in größerem Abstand geparkt werden, damit die Stützen der Feuerwehr-Drehleiter bei Notfällen ausgefahren werden kann. In den ersten Straßen des Wohnviertels wurde das neue Parkkonzept umgesetzt. Die Durchfahrt auf der Straße ist jetzt für die Feuerwehr möglich, die benötigten Zwischenräume als Aufstellfläche für die Drehleitern sind aber zugeparkt.

Weiße Striche auf dem Gehweg zeigen, wo geparkt werden darf. An einigen Stellen sind die Striche unterbrochen. Dort sollte eigentlich freier Platz für die Einsatzfahrzeuge sein. Das ist für die Autofahrer offenbar nur schwer zu erkennen, und so wird dort trotzdem zugeparkt. Eigentlich müsste am Beginn einer jeden Aufstellfläche für Rettungsfahrzeuge ein Halteverbot aufgestellt werden, am Ende ein Schild, welches das Gehwegparken wieder erlaubt. Einen solchen Schilderwald möchte die Lübecker Stadtverwaltung auf jeden Fall vermeiden. Einen Antrag, eine erklärende Beschilderung an den Anfang jeder Straße zu stellen, lehnte das Verkehrsministerium ab.

In den kommenden Tagen werden an den Flächen für die Feuerwehr Fahrradbügel aufgestellt. Damit kann aber nicht die ganze Fläche zugepollert werden, denn die Feuerwehr braucht ja den Platz. Außerdem sollen an diesen Stellen auch die Fußgänger die Straße überqueren können. „Wir appellieren an die Vernunft der Autofahrer“, sagt Marc Langentepe, Sprecher der Stadtverwaltung. Die neue Regelung sei schließlich zusammen mit den Anwohnern erarbeitet worden.






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