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Die Bahn plant eine Brücke zur Teerhofsinsel

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Allerdings muss sich die Hansestadt Lübeck an den Kosten beteiligen

Das lange Warten an der Bahnschranke vor der Teerhofsinsel soll ein Ende haben. Die Deutsche Bahn plant den Bau einer Brücke. Allerdings muss die Hansestadt Lübeck sich an den Kosten beteiligen, denn einen erhofften Neubau der Gleise an dieser Stelle wird es nicht geben.

Erste Hoffnungen auf eine Brücke gab es im Oktober. Damals hatte der Bundestag beschlossen, die Bahnstrecke Lübeck-Fehmarn zu einer Hochgeschwindigkeitstrasse auszubauen, auf der mit bis zu 200 Kilometer pro Stunde gefahren werden kann. Inzwischen ist klar: Der Bereich an der Teerhofsinsel wird nicht ausgebaut.

Trotzdem muss hier etwas geschehen. Schon jetzt gibt es lange Wartezeiten an der Schranke. Hier kreuzen die Züge zum Skandinavienkai, nach Travemünde, Kiel, Neustadt und Puttgarden. Nach dem Bau eines Tunnels nach Dänemark wird die Zahl der Güterzüge stark steigen.

Die Projektgruppe der Bahn hat deshalb geprüft, ob ein Straßenanschluss an die Warthestraße erfolgen kann. Das wäre allerdings ein großer Umweg. Ihr Vorschlag: eine Straßenbrücke über die Gleise. Nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz muss die Stadt allerdings ein Drittel der Kosten übernehmen. „Der Anteil kann allerdings vom Land mit bis zu 70 Prozent gefördert werden“, so Bernd Homfeldt, Projektleiter des Bahnausbaus. Die Entscheidung für die Brücke fällt die Bahn, Lübeck hat kein Mitspracherecht.

Am Lübecker Hauptbahnhof wird es dagegen keine Änderungen geben müssen. „Er hat den Stresstest bestanden“, so Homfeldt auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Lübecker Bürgerschaft. Lediglich im Bereich des Haupt-Güterbahnhofs wird es zwei neue Überholgleise geben. Die werden auf der neuen Strecke alle 30 Kilometer entstehen.

Außerhalb des Güterbahnhofs wird es keine wesentlichen Maßnahmen an den Gleisen geben. Damit entfällt auch die gesetzlich Verpflichtung zum Lärmschutz. Freiwillig wird der Bund aber Lärmschutzmaßnahmen zwischen Lübeck Hauptbahnhof und Bad Schwartau vornehmen.

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