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Lübeck

15. Dezember 2017 | 21:04 Uhr

Die Ampel ist da – der Stau auch?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

An der Baustelle Possehlbrücke soll der Verkehr wieder in beide Richtungen fließen können / Stadt rechnet erheblichem Rückstau

Die lang geforderte Ampelanlage an der Baustelle Possehlbrücke ist da, am Montag geht in Betrieb. Die Schaltung an sieben Ampeln in der Umgebung wurde angepasst, trotzdem geht die Stadtverwaltung davon aus, dass es ab Montag große Rückstaus geben wird. Der Grund: Auf jede Grünphase von 20 Sekunden folgt eine Wartezeit von 80 Sekunden.

In den vergangenen Monaten war eine umfassende Planung vorgenommen worden nicht nur der Ampel auf der im Bau befindlichen Brücke, sondern auch der benachbarten Anlagen zwischen Possehlstraße / Welsbachstraße und der Lachswehrallee, bis hin zur Einmündung Moislinger Allee / Töpferweg. Die „Engstellensignalisierung“ auf der einspurigen Brücke wird dabei vom Steuergerät der bereits vorhandenen Anlage Lachswehrallee / Possehlstraße mit angesteuert. Damit wird ein Stau zwischen den Ampeln verhindert, der unter anderem Einsatzfahrzeuge aufhalten würde. Als aufwändig gestaltete sich dabei der Anschluss des Signalmastes auf der Südseite der Brücke. Dazu mussten etwa 250 Meter Kabel, zum Teil in einem provisorischen Kabelgraben, verlegt werden. Weiterhin musste eine Lösung für die Feuerwehr gefunden werden, denn die bisherige Verkehrsführung mit Einbahnregelung in Fahrtrichtung Innenstadt war aufgrund der Vorgaben durch die Feuerwehr entstanden. Für Rettungsfahrzeuge wird die Ampel für beide Fahrtrichtungen auf Rot geschaltet. Diese Möglichkeit per Funksignal ist jedoch nur für den Einsatzfall gedacht. Krankentransporte sind davon ausgenommen. Linksabbiegen aus Richtung Buniamshof wird weiter nicht möglich sein. Die Signalanlage auf der Possehlbrücke gilt als Verkehrsversuch. Eine Arbeitsgruppe aus Polizei, Straßenverkehrsbehörde, Verkehrsplanung, Stadtverkehr, Feuerwehr und dem Bereich Stadtgrün und Verkehr, wird die Lage beobachten. „Sollten sich Rückstaus so stark ausweiten, dass die Hauptknotenpunkte Berliner Platz, Lindenplatz und Holstentorplatz überstaut sind, wird entschieden, ob und wann dieser Verkehrsversuch abgebrochen wird“.




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