Der Vorhang fällt

Sebastian Damm wird morgen das vorerst letzte Mal für den VfL Lübeck-Schwartau in der 2. Handball-Bundesliga auflaufen. Der 22-Jährige ist einer von vier Spielern, die den Club verlassen werden.
Sebastian Damm wird morgen das vorerst letzte Mal für den VfL Lübeck-Schwartau in der 2. Handball-Bundesliga auflaufen. Der 22-Jährige ist einer von vier Spielern, die den Club verlassen werden.

Zum letzten Saisonspiel empfängt Handball-Zweitligist VfL Lübeck-Schwartau den ASV Hamm Westfalen / Quartett wird verabschiedet

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06. Juni 2019, 16:50 Uhr

Lübeck | Wenn am Sonnabend der ASV Hamm Westfalen in der ausverkauften Lübecker Hansehalle gastiert (Anpfiff 18 Uhr), geht es sportlich um nichts mehr. Dem gastgebenden VfL Lübeck-Schwartau ist der fünfte Tabellenplatz in der 2. Handball-Bundesliga nicht mehr zu nehmen und auch der ASV hat Rang vier längst sicher. „Trotzdem wollen wir uns mit einem Sieg von den eigenen Zuschauern verabschieden. Wir werden noch einmal alle Kräfte mobilisieren, auch um einige Spieler gebührend zu verabschieden“, sagt Gerrit Claasen, für den es das letzte Pflichtspiel als Interimstrainer des VfL sein wird. Zur neuen Saison übernimmt Piotr Przybecki den Posten des Cheftrainers. Claasen bleibt dem Club als Jugendkoordinator allerdings erhalten, während ein Quartett die Hansestadt am Saisonende verlässt.

Antonio Metzner (22) wird sich zur neuen Saison dem HC Erlangen anschließen, Sebastian Damm (23) wird sein Glück ebenfalls in der 1. Bundesliga versuchen und zum Bergischer HC wechseln. Zudem verlassen Toni Podpolinski (32) und Jonas Ottsen (26) den VfL. „Das sind vier großartige Menschen und tolle Handballer, denen ich alles Gute für ihre Zukunft wünsche“, sagt Claasen nicht ohne Wehmut: „Mit Toni geht ein echter Führungsspieler von Bord, der viele Jahre für den VfL gespielt hat. Für ihn aber hat nun ein neuer Lebensabschnitt begonnen, seine Frau und die Zwillinge stehen jetzt im Vordergrund.“ Zum Abschied soll der Rückraumspieler noch einmal Spielanteile erhalten, obwohl der Routinier zuletzt krankheitsbedingt kürzer treten musste.

Bedauern tut Claasen auch den Abgang von Jonas Ottsen, der allerdings von Vereinsseite aus nicht das Vertrauen für eine weitere Saison geschenkt bekam. „Das ist schade für ihn, denn zuletzt ist er aufgeblüht und hat sich toll entwickelt. Er wird aber seinen Weg machen“, sagt Claasen, der sich unterdessen freut, dass mit Sebastian Damm und Antonio Metzner zwei echte Lübecker Größen nun die Chancen bekommen, sich im Oberhaus zu beweisen. „Für den VfL ist ihr Abschied natürlich ein großer Verlust. Für die beiden aber freue ich mich extrem, dass sie den Sprung nach oben geschafft haben.“

Doch auch für Claasen selbst heißt es Abschied nehmen. Der Interimstrainer widmet sich ab dem 1. Juli einer neue Aufgabe im Club. „Ich werde mich dann verstärkt als Jugendkoordinator einbringen und freue mich darauf.“ Gemeinsam mit Jörg Engelhardt hatte Claasen das Traineramt im März kurzfristig übernommen, nachdem Chefcoach Torge Greve zum VfL Gummersbach gewechselt war. In zwölf Spielen führte das Interimstrainerduo die Mannschaft auf Platz fünf. „Man soll sich ja nicht selbst loben, aber ich glaube, dass wir eine vorzeigbare Serie hingelegt haben“, so der 47-Jährige, der vor allem dankbar für die Unterstützung ist. „Die Mannschaft, aber auch das Team um das Team herum haben uns enorm geholfen und ihren Teil dazu beigetragen, dass die Saison am Ende so gut gelaufen ist. Und nach der Niederlage zuletzt in Dresden, wollen wir die Spielzeit in eigener Halle nun erfolgreich abschließen.“ Im Hinspiel hatten sich beide Teams 28:28 getrennt.

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