Der tote Winkel!

Den Schulkindern wird ganz praktisch die Gefahr nage gebracht, die durch den Toten Winkel gegeben ist.
Den Schulkindern wird ganz praktisch die Gefahr nage gebracht, die durch den Toten Winkel gegeben ist.

Lübecker Polizei leistet in allen Grundschulen Aufklärungsarbeit

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14. Juni 2018, 16:23 Uhr

Nach den Sommerferien wartet auf viele Grundschüler ein neuer Schulweg. Mit dem Wechsel in die Mittelstufe sind oft weitere Wege zurückzulegen. Damit das unfallfrei klappt, engagieren sich Verkehrswacht, Polizei und Stadtverkehr und Entsorgungsbetriebe gemeinsam.

Jetzt waren Polizeihauptkommissarin Silke Ziemann und Gerd-Peter Salzwedel zu Besuch an der Lübecker Paul-Klee-Schule. Sie informierten die Schüler der vierten Klassen über den sogenannten „Toten Winkel“, ein Them, das aufgrund der schweren Unfälle in den vergangenen Tagen hohe Bedeutung hat.

So sollten die Jungen und Mädchen als Verkehrsteilnehmer erfahren, warum ein Busfahrer beim Rechtsabbiegen im Spiegel tatsächlich nicht alles sehen kann, was auf der Straße geschieht. Und das auf ganz praktische Art: Jedes Kind durfte auf dem Platz des Busfahrers selbst in die Spiegel gucken.„ Ein Erlebnis, das sie so nicht vergessen werden. Es geschehen immer wieder Abbiegeunfälle durch den Toten Winkel“, berichtet Silke Ziemann, die seit 18 Jahren auch in ihrer Freizeit die Viertklässler auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam macht. Auch in Lübeck habe es immer wieder schwere Unfälle gegeben. „Zusätzliche Spiegel oder auch Toter-Winkel-Warner, also bessere, schon länger existierende Technik, ist leider noch nicht vorgeschriebene Grundausstattung“, bedauert die Polizeibeamtin.

Aber nicht nur Kinder denken oft nicht die Gefahr die im Toten Winkel lauert, berichtet Silke Ziemann: „Auch ältere Radfahrer beachten die Gefahr oft nicht. Besonders Menschen, die nie Auto gefahren sind, radeln bedenkenlos rechts an großen Fahrzeugen vorbei.“

Die Aufklärungsaktion wird allen Grundschulen angeboten. Abwechselnd stellen der Stadtverkehr Lübeck einen Bus und die Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) einen großen Lkw für die praktische Erfahrung zur Verfügung.

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