Der Stoppschild-Streit der Hansestadt Lübeck

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15. Januar 2015, 15:11 Uhr

Sind die Lübecker ganz besonders ignorante Autofahrer oder machen die Schilder kaum Sinn? Diese Frage steht im Raum an der Einfädelung Roeckstraße / Marlistraße. Vor eineinhalb Jahren wurde „Vorfahrt achten“ durch zwei Stoppschilder ersetzt. Nach einer Kontrolle Ende Dezember, bei der innerhalb einer Stunde 100 Verstöße festgestellt wurden, was bundesweit Schlagzeilen machte, legte die Polizei mit einer Kontrolle durch 13 Beamten nach. Zwischen 9 und 11 Uhr sowie 12 bis 13.30 Uhr am Mittwoch hatten 238 Autofahrer ihr Fahrzeug hier nicht zum Stillstand gebracht. Sie erhalten nun Post von der Zentralen Ordnungswidrigkeiten-Stelle in Neumünster. Der Verstoß kostet zehn Euro. „Die Anzahl der Verstöße ist erschreckend hoch“, sagt Polizeisprecher Stefan Muhtz. Aber: Fünf Fahrer kündigten bereits vor Ort an, sich schriftlich beschweren zu wollen. Argument: Die Einmündung sei übersichtlich, Stoppschilder nicht notwendig.


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