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Lübeck

22. August 2017 | 17:26 Uhr

Der Stadtpark trocknet aus

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Ursache für die plötzliche „Ebbe“ in der 113 Jahre alten Lübecker Erholungsanlage ist unbekannt

Ein sonderbares Phänomen: Die Brücken im Stadtpark führen bereits seit Wochen über trockenes Land. Den kleinen Flüssen und Seen in der Anlage zwischen Roeckstraße und Travemünder Allee ist das Wasser ausgegangen. Die Ursache ist unklar. Auch der Regen der vergangenen Woche hat keine Verbesserung gebracht. Vor 113 Jahren wurde der Stadtpark mit seinen Gewässern angelegt. Seitdem hat sich wenig geändert. Die immer wieder geplante Erweiterung bis zur Wakenitz scheiterte am Geld. Deshalb hat der Lübecker Stadtpark eine unterirdische Leitung, die ihn mit Wasser versorgt. Sie reicht von der Wakenitz unter einem privaten Grundstück bis zum Einlauf am Teich mit dem Froschkönig. Das Rohr hat auf der ganzen Strecke ein Gefälle von lediglich 22 Zentimetern. Erste Vermutungen, dass der Zufluss aus der Wakenitz verstopft ist, haben sich nicht bestätigt. „Die Leitung wurde mit einer Kamera abgefahren“, erläutert Marc Langentepe, Sprecher der Stadtverwaltung. Sie ist frei und unbeschädigt.

Ein weiterer Grund für die Ebbe im Park könnte die Verschlammung der Gewässer sein. Sie wurden vor zwölf Jahren vom Schlamm befreit, der große Teich in den Jahren 2004 und 2005. Das ist aber nicht so einfach. „Wir können da nicht einfach mit einem Bagger hinfahren und loslegen“, sagt Marc Langentepe. Dazu seien aus Gründen des Naturschutzes viele Genehmigungen einzuholen. Die Stadt hat jetzt ein Ingenieurbüro beauftragt, die Frage zu klären, warum der Stadtpark austrocknet.

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