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Der Hansemarkt – Das Herzstück des Hansetages

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Mehr als 120 Hansestädte präsentieren sich an Ständen quer durch die Lübecker Altstadt

Es soll ein stimmungsvolles „Familientreffen“ der Hansestädte werden: Auf dem Hansemarkt des 34. Internationalen Hansetages präsentieren sich vom 23. bis 25. Mai mehr als 120 Hansestädte aus ganz Europa mit Tanz, Folklore und Musik, handwerklichen Produkten und kulinarischen Spezialitäten. „Der Hansemarkt ist das Herzstück des Hansetages. Hier geht es bunt, international und lebendig zu“, sagt Bürgermeister und Vormann der Hanse Bernd Saxe.

Wie ein roter Faden wird sich der Hansemarkt vom Dom bis zum Koberg durch die Lübecker Altstadt ziehen und die Vielfalt der Kulturen aus 15 Ländern zeigen. Saxe wird die Festmeile am Freitag, 23. Mai, um 11 Uhr auf dem Klingenberg offiziell eröffnen.

Es reisen allein mehr als 50 Kulturgruppen mit knapp 800 Mitgliedern nach Lübeck, um ihre musikalischen Grüße zu überbringen, sagt Saxe. Der Fokus der Darbietungen liegt auf der Bühne der Kulturgruppen am Klingenberg. Aber auch entlang des Marktgeschehens finden sich weitere vier Kulturplätze, die von den Kulturgruppen als Auftrittsort bespielt werden.

Doch wer kommt im einzelnen? Die estländischen Städte legen beispielsweise Wert darauf, sich gemeinsam darzustellen und somit vor allem den starken Verbund und ihre Gemeinschaft in den Vordergrund zu stellen. Auch der Altmärkische Hansebund um die Hansestadt Salzwedel präsentiert sich als starke Gemeinschaft. Auf dem Marienkirchhof begegnen die Hansetag-Besucher den Städten aus Mecklenburg-Vorpommern, ebenfalls formiert als ein gemeinschaftliches „Dorf“. „Einen Übersichtsplan, welche Hansestadt wo auf der Hansemeile zu finden ist, liegt während des Hansetages an allen Infohütten in der Lübecker Altstadt kostenlos aus“, sagt Andrea Gastager, Geschäftsführerin der federführenden Lübeck Travemünde Marketing GmbH.

Doch damit nicht genug: Auf spannende Zeitreise geht es beim Historischen Markt. Dort zeigen mittelalterlich gekleidete Händler ihre Waren, Handwerker ihr Können und im „Historischen Hanselager“ am Dom erwacht das Leben der Hansekaufleute des 15. Jahrhunderts. Außerdem gibt es den Pestzug rund um den Dom und eine Aufführung des „Totentanzes“ im Katharineum zu Lübeck – beides inszeniert vom Verein „Hansevolk zu Lübeck“, der seit mehr als 14 Jahren besteht.

„Wir sind eine bunt gemischte Gesellschaft, die Spaß daran hat, das Leben der Lübecker Stadtbevölkerung im Spätmittelalter authentisch darzustellen“, sagt Gudrun Köhler, 1. Vorsitzende. „Dabei leben wir unsere Rolle, in die wir hineinschlüpfen. Unsere Gewänder schneidern wir selbst und zwar möglichst genau nach historischen Vorbildern aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.“ Das Hansevolk ist zuständig für die Organisation des Mittelalterlichen Lagers rund um den Dom. „Hierzu haben wir befreundete historische Gruppen aus ganz Europa eingeladen, die gemeinsam die Hansezeit erlebbar machen wollen. Das Sprachengewirr ist dabei ähnlich wie damals zur Hansezeit.“ Kaufleute, Geistlichkeit, Stadtsoldaten und Kriegsknechte trifft man in diesen Tagen auf dem Handelsplatz an der Domwiese. „Die Kulisse wird so authentisch sein, dass man vergisst, im 21. Jahrhundert zu sein.“

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erstellt am 16.Mai.2014 | 17:38 Uhr

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