zur Navigation springen

Flüchtlingsheim in Lübeck : Demonstranten erinnern an Brandkatastrophe mit zehn Toten

vom

20 Jahre ist es her - und doch hat der Brandanschlag auf ein Lübecker Flüchtlingsheim traurige Aktualität. Mehrere hundert Menschen demonstrieren auch gegen die wachsende Fremdenfeindlichkeit.

shz.de von
erstellt am 16.Jan.2016 | 14:46 Uhr

Lübeck | Mit einer Demonstration haben am Samstag in Lübeck mehrere hundert Menschen an die Brandkatastrophe in einem Lübecker Flüchtlingsheim vor 20 Jahren erinnert. Bei dem Feuer am 18. Januar 1996 waren zehn Menschen getötet und 38 zum Teil schwer verletzt worden. An der Demonstration, zu der das Lübecker Flüchtlingsforum und das Bündnis „Wir können sie stoppen“ aufgerufen hatten, beteiligten sich nach Angaben der Polizei rund 600 Menschen.

Die Fremdenfeindlichkeit vor allem gegenüber muslimischen Flüchtlingen nimmt in Deutschland wieder zu.

Auf Transparenten und in Redebeiträgen forderten die Demonstranten auch eine Willkommenskultur für die aktuellen Flüchtlinge sowie ein Bleiberecht unabhängig vom Herkunftsstaaten. Die genauen Hintergründe des Brandes sind bis heute nicht geklärt.

Fest steht nur, dass das Feuer im ersten Stock des Hauses gelegt wurde. Doch wer die Brandstifter waren, ist juristisch nie geklärt worden. Vier Männer aus der rechten Szene aus Mecklenburg-Vorpommern wurden kurz nach dem Brand festgenommen, aber wieder freigelassen, weil sie ein Alibi hatten. Ein Hausbewohner wurde angeklagt, aber von zwei Gerichten freigesprochen, da es keine Beweise für seine Täterschaft gab.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen