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„Dem Rotstift zum Opfer gefallen“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Rund 3200 Mitarbeiter zählt die Stadt, darunter etwa 900 Beamte. Was nach außen hin als ein gut ausgestatteter Behördenapparat erscheint, stößt in vielen Bereichen an seine Grenzen: So wird der Service für Antragsteller immer häufiger eingeschränkt, längere Wartezeiten sind die Folge.

Neuster Fall: Die Lübecker Betreuungsbehörde bietet keine Servicezeiten mehr an. Diese waren bislang montags und donnerstags. Die Einschränkung gilt zunächst bis zum Jahresende. Terminvereinbarungen gibt es nur noch per Telefon – eine Folge der Personalsituation im Bereich Soziale Sicherung.

Ein weiterer Fall: Die Bauaufsichtsbehörde teilt seit kurzem per Aushang mit, dass „Schlüsselpositionen für die tägliche Arbeit dem Rotstift des Bürgermeisters zum Opfer gefallen sind“ – so würden „stets frei werdende Stellen nicht wieder besetzt oder für einen langen Zeitraum vakant gelassen, um Personalkosten zu sparen“, so Joachim Lauenroth, Fachbereichsleiter der Unteren Bauaufsichtsbehörde, der den Aushang unterzeichnet hat. Das bedeute Einschränkungen der Sprechzeiten und Dienstleistungen der Behörde. Außerdem werden Bescheide auf Anträge zukünftig „etwas längere Zeit“ in Anspruch nehmen. Andreas Zander, Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion, sieht darin die Gefahr, dass gesetzliche Aufgaben nicht mehr sachgerecht erfüllt werden. „Bürgermeister Saxe hat keinen Überblick mehr über seine Verwaltung. Viele Mitarbeiter sind in Bereichen gebunden, die zu den freiwilligen Aufgaben der Stadt gehören“, erklärte Zander.

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erstellt am 27.Mai.2014 | 16:57 Uhr

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