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13. Lübecker Museumsnacht : Das Motto: Widersprüche

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Museen öffnen ihre Türen bis Mitternacht und laden zu einem abendfüllenden Programm ein. Start um 18 Uhr

Musik von Hip-Hop bis Chanson, Hörspielinszenierungen, ein Angebot zum Speed-Dating, Konfrontation mit dem Leben auf der Straße, ein „Archiv des Untoten“, ein Info-Kontor zum Hansemuseum und zwei spektakuläre Fossilienfunde – dies und vieles mehr bieten die
Lübecker Museen in ihrer 13. Museumsnacht am heutigen Sonnabend. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Widersprüche“. Die Museen sowie zahlreiche Galerien und Kultureinrichtungen öffnen ihre Türen bis Mitternacht und laden zu einem abendfüllenden Programm ein. Die offizielle Eröffnung findet um 18 Uhr im neuen Grass-Haus statt. Dort steht „SPLONC“ auf der Gartenbühne, die Gewinnerband des „Shine on-Contests“. Um 18.45, um 20 und um 22.30 Uhr sind Dialoge aus der Bühnenfassung des Films „Gegen die Wand“ von Fatih Akin zu hören. Sie werden von den Schauspielern Franziska Reincke und Eike Weinreich durch den Raum geschleudert: „Verlieb dich bloß nicht in mich!“.
Ein sensibles Thema greift das Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL) auf. Im Rahmen eines Kongresses in Hamburg diskutierten 80 Wissenschaftler und Künstler – darunter Bioethiker, Philosophen, Praktiker aus dem Pflegebereich, Künstler, Filmund
Medienschaffende - die verletzlichen Zustände zwischen Leben und Tod. Aus den 60 aufgezeichneten Stunden entstand eine mobile Installation, die eine Woche lang im ZKFL zu sehen ist. Eröffnung ist um 18.30 Uhr. Einen kurzen Einführungsvortrag hält Prof. Dr. Karin Harrasser.
Um 19.30 Uhr werden dem Publikum im Museum für Natur und Umwelt (MNU) erstmals zwei spektakuläre neue Fossilien aus dem Urmeer vorgestellt. Die Leiterin des Museums, Dr. Susanne Füting, und der Walforscher Gerhard Höpfner sprechen über die beiden Originalfunde. Anlässlich des 100. Geburtstages von Willy Brandt fertigte die Bildhauerein Susanne Schledt-Önal sein Porträt in Terrakotta an. Für die Museumsnacht schuf sie Kopien aus Bauschaum, die ab 18 Uhr durch die Innenstadt getragen werden, um an den visionären Politiker zu erinnern und zu Gesprächen anzuregen. Unter dem Titel „Ich sehe nur Leichen und Gespenster tanzen“ erzählt Schauspielerin Anne Schramm im Buddenbrookhaus in der Rolle der Nelly Kröger um 19 Uhr und um 21 Uhr von ihrem wechselvollen Leben mit Heinrich Mann. Heiterer geht es im Gewölbekeller zu: Dort jagen vier Comiczeichner den Worten zweier Poetryslammer nach. Ob es ihnen gelingt, das gesprochene Wort in Echtzeit als Comic auf die Leinwand zu bringen, sieht man um 19, 21 und 23 Uhr.
Vor der Katharinenkirche gibt es um 20 und um 21.30 Uhr Yoga zum Mitmachen mit „Yoga pur“. Titel der Veranstaltung: „Aus der Matte entspringt ein Fluss“.

Das Museumsquartier St. Annen bietet um 20, um 22 und um 23.30 Hip Hop-DJ-Performance mit DJ Mr. Bee. Um 19, 21 und 23 Uhr treten eine klassische Tänzerin und Lübecker Streetdancer gemeinsam auf und gegeneinander an. Ernsthaft sind die Themen, um die es im St. Annen-Museum, das einst Armenhaus war, geht. Dort wird Armut im Alltag in den Fokus genommen. Die Lübecker Tafel, die Wohnungslosenhilfe der Vorwerker Diakonie und Hempels informieren und laden zum Austausch ein. Um 19 und um 21 Uhr lesen die Schauspieler Jörn Kolpe und Rebecca Indermaur Texte zum Leben auf der Straße: „Verstehn Sie mich nicht falsch, ich hab nichts gegen Penner“.
Im TheaterFigurenMuseum ist in der Museumsnacht die Ausstellung „Die Augsburger Puppenkiste - Stars an Fäden“ zu sehen. Die schönsten Melodien der Puppenkiste werden auf dem St. Petri Kirchhof um 21 Uhr gemeinsam gesungen, gepfiffen oder gesummt.
Das Willy-Brandt-Haus bietet von 19 bis 21 Uhr ein Quiz zur deutschen Geschichte des 20.
Jahrhunderts und einen amüsanten Rückblick mit ausgewählten Fernsehbeiträgen aus 60
Jahren Wahlgeschichte. Titel: Kämpfe ums Kanzleramt. Um 18, 20, 21 und 22 Uhr.
In einem Teil des Schuppen 9 (An der Untertrave 1) wird in der Museumsnacht ein Info- Kontor eröffnet. Dort können Besucher einen Einblick in das im Bau befindliche Hansemuseum erhalten. Vorträge dazu gibt es um 17, 18 und 19 Uhr.
Im Museum Behnhaus Drägerhaus steht um 18.45, 19.45 und 21.45 eine Hörspielinszenierung auf dem Programm. Titel: „Die Tonbänder des Ignaz Euling“. Ab 22 Uhr findet im Garten des Museums das stimmungsvolle Abschlussfest statt: Bis zwei dabei.

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