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„Das ist ein Abenteuer, kein Vier-Sterne-Urlaub“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vom Allgäu bis in den Orient: Lübecker Team startet bei dreiwöchiger Rallye

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 12:08 Uhr

Wenn sich am Samstag 116 Teams auf den Weg vom Allgäu nach Jordanien machen, sind auch Lübecker mit am Start. Als Team „Schubdüse“ starten sechs junge Freunde in drei alten Mercedes-Kombis. „Das ist ein Abenteuer, kein Vier-Sterne-Urlaub“, sagt Katia Zibelius. Und da verspricht die Lübecker Ärztin nicht zu viel, schließlich soll bereits nach drei Tagen Istambul erreicht sein. Die weitere Tour ist zwar gut durchgeplant, aber neuere technische Hilfsmittel, wie Navi und Co. dürfen nicht benutzt werden. „Wir machen das richtig altertümlich mit Straßenkarte“, sagt Zibelius. Ebenso seien Autobahnen tabu, gefahren werden dürfe nur über Nebenstrecken. Und jedes teilnehmende Auto durfte nicht mehr als 1111 Euro kosten oder musste mehr als 20 Jahre alt sein. „Alle persönlichen Reisekosten übernehmen wir selbstverständlich auch selbst“, erklärt Zibelius. Bis zu 3000 Euro kann laut Angaben der Rallye-Organisatoren der Trip schnell kosten.


Rallye für einen guten Zweck


Bei der dreiwöchigen Allgäu-Orient-Rallye steht aber nicht nur Spaß und Abenteuer-Lust im Vordergrund. Es geht um Spenden, die die Teilnehmer im Vorfeld oder während der Rallye einwerben. Und alle Autos, zumindest die es bis Jordanien schaffen, werden vor Ort verwertet und mit dem Erlös werden lokale Hilfsprojekte unterstützt. „Zudem wollen wir mit unserer Reise in den Orient die Organisation ,Shelter-Box’ unterstützen“, sagt die Lübeckerin. Die „Shelter-Box“ ist eine Kiste – etwa so groß wie ein großer Reisekoffer – gefüllt mit überlebenswichtigen Dingen wie Wasseraufbereitung, Zelten oder Decken. Sie wurde speziell entwickelt, um schnell und effektiv Menschen in Krisengebieten helfen zu können. „Jordanien hat momentan eine große Aufgabe mit der Versorgung der politischen Flüchtlinge aus Syrien zu bewältigen“, sagt Zibelius. Außerdem sollen alle Teilnehmer der Rallye dazu beitragen, dass vor Ort eine interkonfessionelle Begegnungsstätte in Form einer „Wishwall“ entsteht.

Neben Katia Zibelius ist auch ihre Schwester Maja – ebenfalls Ärztin – im Lübecker Team. Hinzu kommen Moritz Hagedorn aus Hamburg (gelernter Kfz-Mechaniker und jetzt Arzt), Björn Bösel aus Lübeck (Maschinenbau-Ingenieur), Jens Deglow aus Lütjensee (Rettungssanitäter) und Marcus Köhler aus Braunschweig (Maschinenbau-Ingenieur). „Wir sind also gut ausgerüstet“, sagt Zibelius über das Lübecker Team.

Die Ungewissheit, was sie auf der Strecke erwartet, bleibt jedoch. „Aber das macht gerade den Reiz aus“, sagt die Kieferchirurgin. Für alle, die das Abenteuer des Lübecker Teams miterleben und verfolgen wollen: Die sechs Freunde berichten live im Internet auf Facebook unter dem Namen „AOR Schubdüsen“.

Weitere Infos zur Rallye unter www.allgaeu-orient.de, zu „Shelter-Box“ unter www.shelterbox.de.



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