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Lübeck

18. August 2017 | 09:10 Uhr

Das Aufräumen am Tag danach

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Feuerwehren in der Region waren auch gestern im Dauereinsatz / 57-jährige Lübeckerin weiterhin in akuter Lebensgefahr

Die orkanartigen Böen am Montagnachmittag hielten die Lübecker Feuerwehr auch noch am Dienstag den ganzen Tag über in Atem. Neben umgestürzten Bäumen wurden auch Gefahrenpunkte abgearbeitet. So wurden nicht nur Häuser und Dächer beschädigt, sondern zum Beispiel in der Brandenbaumer Landstraße auch ein Altkleider-Container. Ein entwurzelter Baum hatte den massiven Behälter komplett zerlegt. Im Kaninchenbergweg drohte eine Birke auf ein Haus zu stürzen. Sie musste gesichert werden.

Ein umstürzender Baum hatte am Montagnachmittag eine Frau beim Einsteigen in ihren Mercedes getroffen. Die 57-Jährige wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand war am Dienstag unverändert.

Im Kreis Segeberg waren am Montag Streifenwagen insbesondere von 14.30 bis 17 Uhr ohne Unterbrechung von einem Einsatz zum anderen. Ein Passant war gegen 16.36 Uhr in der Kurhausstraße von herunterfallenden Dachziegeln getroffen worden. Ein fliegendes Trampolin richtete um 15.38 Uhr in der Geschwister-Scholl-Straße einen Schaden an einem Pkw an. Auf der Rennkoppel in der Eutiner Straße flog das Zirkuszelt davon. Daraufhin waren zwei Kamele entlaufen. Die Zirkusmitarbeiter konnten die Tiere einfangen. Etliche sturmbedingte Verkehrsunfälle ereigneten sich im Stadtgebiet Segeberg. Gestern waren nach zahlreichen umgestürzten Bäumen und Ästen Aufräumarbeiten zu erledigen.

In Wahlstedt wurde eine Schwangere von einem Werbeschild am Kopf getroffen. In Fahrenkrug musste die Polizei um 17 Uhr den Schackendorfer Weg sperren, weil eine alte Eiche drohte, auf ein Haus zu kippen. Und in Trappenkamp, in der Kurlandstraße, war ein Baum auf ein Haus gefallen.

Orkantief „Christian“ wütete auch in Ratzeburg. Die Freiwillige Feuerwehr Ratzeburg war bis 21.30 im Dauereinsatz. Menschen wurden in der Kreisstadt aber nicht verletzt. In der Wasserstraße mussten am Postgebäude drei Blumenkästen abgenommen werden, nachdem einer bereits auf dem Gehweg gestürzt war. Im Tannenweg mussten zwei umgestürzte Bäume beseitigt werden. Auch im Kurpark sowie an den Wanderwegen rund um die Ratzeburger Seen waren mehrere Bäume abgebrochen und umgestürzt. In der Seedanstraße stürzte eine große Buche um und beschädigte ein angrenzendes Grundstück. Die Straße war hier für längere Zeit voll gesperrt.

In der Mecklenburger Straße drohte eine große Birke auf ein angrenzendes Carport zu fallen. „Weil sich hier bereits der Wurzelteller stark angehoben hatte, mussten wir den Baum sofort Stück für Stück mittels der Drehleiter abnehmen“, sagte Feuerwehreinsatzleiter Hauke Tonn. „Den am längsten dauernden Einsatz mussten wir in der Seedorfer Straße abarbeiten“, sagte Ratzeburgs stellvertretender Wehrführer Hauke Tonn. „Durch den starken Sturm wurde die dort auf den Erdbeerfeldern befindliche ausgelegte Fleece Folie zu großen Teilen beschädigt und durch den Sturm in riesigen Fetzen in die angrenzenden Bäume getragen.“ Dieses hatte zur Folge, dass die Seedorfer Straße vom Ortsausgang Ratzeburg bis zur Kreuzung Weißer Hirsch für Autofahrer nicht mehr passierbar war und für zwei Stunden voll gesperrt werden mussten. Mit Hilfe der Drehleiter musste dann die in den Bäumen hängende Folie nach und nach entfernt werden.

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erstellt am 30.Okt.2013 | 00:33 Uhr

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