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Lübeck

25. September 2017 | 06:38 Uhr

„Das anspruchsvollste Projekt“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Erste öffentliche Info-Veranstaltung zur Bebauung im Gründerviertel / Erörterung der Pläne im Foyer der Bauverwaltung

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2014 | 13:56 Uhr

Im so genannten Gründerviertel, einem der ältesten Quartiere der Hansestadt, werden ab dem Jahr 2020 wieder schmale Straßen und kleine Giebel-Häuser das Stadtbild unterhalb der St.-Marien-Kirche prägen – dort, wo zurzeit noch die Archäologen Keller und Mauerreste untersuchen (siehe Infokasten re.). Der Neuaufbau des Gründerviertels sei „eines der anspruchsvollsten Projekte der Nachkriegszeit in der Hansestadt“, sagte Bau-Senator Franz-Peter Boden (SPD) bei der Vorstellung des Projekts im vergangenen November.

32 Grundstücke unterschiedlicher Größen sollen ab der zweiten Jahreshälfte 2014 an einzelne Bauherren oder Baugemeinschaften verkauft werden. Die Grundstücksgrenzen orientieren sich am historischen Zuschnitt, im kleinteiligsten Fall stünden so 43 Flächen bereit.

Über zwei weitere Schritte auf dem Weg zur neuen Bebauung informiert jetzt die Bauverwaltung. Im Rahmen des begonnenen Bebauungsplanverfahrens wird am Donnerstag, 10. April, um 19 Uhr im Foyer der Bauverwaltung (Mühlendamm 12) eine öffentliche Erörterungsveranstaltung stattfinden, bei der die Planungsvorstellungen für die Bebauung der Grundstücke einschließlich ihrer voraussichtlichen Auswirkungen dargelegt werden. Dabei haben die Teilnehmer die Gelegenheit sich zu den Planungsvorstellungen zu äußern und zu erörtern. Denn es geht um einen der geschichtsträgtigsten Viertel der Hansestadt: Im Bereich der Fischstraße entstanden kurz nach der Stadtgründung im Jahr 1143 die ersten Kaufmannshäuser. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bereich fast vollständig zerstört. Abweichend vom historischen Grundmuster wurden hier zwischen 1954 und 1961 zwei Berufsschulen gebaut, die 2011 abgerissen wurden. Seitdem haben hier Forscher das Sagen.

Den neuen Planungen ist die Einbeziehung von Bürgern, Maklern, Architekten, Stadtentwicklern und auch der Initiative „Rettet Lübeck“ vorausgegangen. Herauskommen soll später analog zu den Wünschen der Befragten ein „breiter Mix von möglichen Wohnformen“, so Boden.

Die Unterlagen zum Bebauungsplanverfahren können außerdem bis einschließlich Freitag, 11. April, im Foyer der Bauverwaltung während der Öffnungszeiten und im Internet eingesehen werden.

Zudem dient die Veranstaltung auch zur Information über demnächst beginnende Bauarbeiten in den Straßen des Gründungsviertels. Die Stadtwerke und die Entsorgungsbetriebe Lübeck werden in der nächsten Zeit in der Braun-, Leder-, Fisch- und Alfstraße sowie in der Geraden Querstraße die diversen Leitungen erneuern. „Auf Aspekte der späteren Grundstücksvergabe für Kauf- und Bauinteressierte wird zu gegebener Zeit in einer gesonderten Veranstaltung eingegangen“, sagt Stadtsprecher Marc Langentepe. ⋌

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