Da müssen jetzt alle durch!

Die Stadtverwaltung  will die Verkehrsentwicklung in der Kapitelstraße beobachten.
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Die Stadtverwaltung will die Verkehrsentwicklung in der Kapitelstraße beobachten.

Im Lübecker Domviertel muss wegen Straßenbauarbeiten die Verkehrsführung total verändert werden

shz.de von
18. Januar 2019, 16:26 Uhr

Zwei Parkhäuser, ein Krankenhaus, zahlreiche Arztpraxen und ein kleinteiges Wohngebiet: Das Domviertel ist jetzt nur noch schwer zu erreichen. Der „Mühlendamm“ ist nämlich in Höhe des Lübecker Doms infolge von Straßenbauarbeiten für Monate gesperrt. Die notwendige Umleitung führt durch den schmalen „Domkirchhof“ direkt an zwei Schulen vorbei. Aus dem Dom-Quartier kommt man mit dem Auto nur noch durch die Kapitelstraße.

Eigentlich ist die Durchfahrt den Domkirchhof An wohnern vorbehalten. Jetzt wurden die Schilder überklebt. Die kleine Straße ist der einzige Zufahrtsweg zum Domviertel. Autofahrer müssen hier besonders aufmerksam sein. Der Weg führt vorbei an einem Kinderhort, einer Grundschule und der Oberschule zum Dom. Am ersten Tag der neuen Verkehrsführung gab es viele Fahrzeuge, die nach einer Möglichkeit suchten, das Quartier wieder zu verlassen. Dafür gibt es nur einen Weg: die kleine Kapitelstraße in Richtung Mühlenstraße. Die Poller an der Obertrave, die eine Erschließung aus Richtung Holstentor verhindern, bleiben stehen. „Sollte es in der Kapitelstraße zu drastischen Einschränkungen kommen, würde zusätzlich für den ausfahrenden Verkehr die Straße an der Obertrave in Richtung Holstentorplatz / An der Untertrave / Holstenstraße geöffnet“, sagt Cornelia Tews, Sprecherin der Entsorgungsbetriebe, die im „Mühlendamm“ neue getrennte Abwasserleitungen bauen. Die zuständigen städtischen Bereiche würden das genau abwägen, da durch die Öffnung Durchgangsverkehr entstehen könnte.

Die Baustelle am „Mühlendamm“ wird nach bisheriger Planung Ende Mai oder Anfang Juni abgeschlossen sein. Dann muss die Straße allerdings weitere fünf Wochen gesperrt bleiben, bis sich das Pflaster gesetzt hat.

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