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Stadt am Limit : Bürgermeister Bernd Saxe spricht heute über Flüchtlinge in Lübeck

vom

1050 Flüchtlinge leben in den 24 Flüchlingsheimen in Lübeck. Mehr geht nicht, sagt eine Stadtsprecherin.

Lübeck | Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) will am Donnerstag  um 11 Uhr die Probleme erläutern, die die Hansestadt Lübeck bei der Unterbringung von Flüchtlingen hat. Nach Angaben einer Sprecherin musste Lübeck seit Anfang des Jahres 728 neu zugewiesene Flüchtlinge unterbringen - fast dreimal so viele wie im gleichen Zeitraum 2014.

In den 24 städtischen Gemeinschaftsunterkünften leben derzeit 1050 Menschen. Die Unterbringungsmöglichkeiten der Stadt seien damit erschöpft, sagte die Stadtsprecherin. Weil die Erstaufnahmeeinrichtungen der Landes überfüllt sind, werden die Flüchtlinge sehr viel schneller als geplant an die Kommunen überwiesen, die dann Wohnungen für die Menschen finden müssen.

Die Diskussion um Flüchtlinge hat sich in der Hansestadt aufgeheizt. Gegen ein Flüchtlingsheim im Neubaugebiet Bornkamp gab es massiven Widerstand von den Anwohnern. Auch die Lübecker Bürgerschaft lehnte Ende Juni den Bau mit großer Mehrheit den Bau ab. Sie forderte stattdessen mehrere kleinere Standorte. Nach einem Schwenk der Grünen gab es zwar eine Mehrheit für eine große Erstaufnahme, nicht aber für den Standort Bornkamp. dagegen.

Vor zwei Wochen lenkte das Land in dem Streit ein - und ist nun bereit, die Unterkunft an einem anderem Ort in Lübeck zu bauen. Bis zum Ende der Sommerferien wollen Stadt und Land jetzt gemeinsam nach Alternativflächen in Lübeck suchen. An der Kapazität von 600 Plätzen halte das Land aber fest, sagte er.

Am 29. Juni brannte eine neue, noch unbewohnte Unterkunft in Lübeck-Kücknitz. Hier sollen rund 120 Menschen einziehen, die bereits einen Asylantrag gestellt haben und der Kommune vom Land zugewiesen werden. Die Lübecker Polizei nahm Mitte Juli einen Verdächtigen fest. Der 47-jährige Lübecker wurde erwischt, als er Baustellenschilder mit fremdenfeindlichen Parolen beschmierte. Die gleichen Sprüche habe man nach dem Brandanschlag am Tatort gefunden, teilte die Polizei damals mit.

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erstellt am 06.Aug.2015 | 07:11 Uhr

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