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Bündnis darf am Walderlebnistag keine Unterschriften sammeln

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Aktionsbündnis „Lübecks Linden leben lassen empört“ über Verbot von Innensenator Ludger Hinsen (CDU)

Das Aktionsbündnis „Lübecks Linden leben lassen“ darf beim Walderlebnistag an diesem Sonntag, 4. September, in Lübeck-Israelsdorf keine Unterschriften für das laufende Bürgerbegehren zum Erhalt des Baum- bestandes an der Untertrave sammeln. Das bestätigt die Lübecker Stadtverwaltung auf Anfrage.

„Senator Ludger Hinsen (CDU) hat den Leiter des Bereichs Stadtwald angewiesen, dem Aktionsbündnis keine Gelegenheit zu geben, auf dem Areal des Walderlebnistages für den Erhalt der Linden an der Untertrave zu informieren und dabei für das Bürgerbegehren Unterschriften zu sammeln“, sagt ein Sprecher des Bündnisses, das für den Erhalt der Lindenreihe kämpft, die im Zuge der geplanten Umgestaltung der Straße An der Untertrave zu einer Promenade fallen soll (wir berichteten).

„Das Bürgerbegehren ist ein wesentliches demokratisches Recht. Wenn dieses durch den Innensenator auf öffentlichen Flächen ausdrücklich verboten wird, bricht dieser ein wesentliches Bürgerrecht“, sind die Aktiben des Bündnis’ empört. „Diese Überreaktion wird allerdings verständlich, weil in der Öffentlichkeit mehr und mehr an den unlogischen und fehlerhaften Begründungen der Stadtverwaltung für den ab 1. Oktober geplanten Kahlschlag von 48 gesunden Linden gezweifelt wird“, meinen die Betreiber des Bürgerbegehrens: „Das Verbot der Informierung ausgerechnet für Flächen des Stadtwaldes auszusprechen, zeigt eine makabre Diskrepanz: Während im Stadtwald Lübeck seit 1986 jeder Kahlschlag von Bäumen verboten ist, soll jetzt im Stadtgrün ein Kahlschlag an der Obertrave erfolgen.“ Die Lübecker Stadtverwaltung will am Verbot einer Unterschriftensammlung am Walderlebnistag festhalten, der stest 10000 Menschen anlockt. „Der Walderlebnistag dient dazu den Menschen den Stadtwald in all seiner Vielfalt mittels zahlreicher Aktionen näher zu bringen“, so Nicole Dorel, Sprecherin der Stadt: „Aus Sicht der Stadtverwaltung ist dies keine geeignete Plattform für politische Aktionen.“

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