Brückenschlag über die Trave

Lübecks neue Brücke führt von der Nördlichen Wallhalbinsel hinüber zum einstigen Industrieareal auf der Roddenkoppel. Die Pontonbrücke ist nur tagsüber begehbar – bis zum 21. September.
Lübecks neue Brücke führt von der Nördlichen Wallhalbinsel hinüber zum einstigen Industrieareal auf der Roddenkoppel. Die Pontonbrücke ist nur tagsüber begehbar – bis zum 21. September.

Für drei Wochen ist Nördliche Wallhalbinsel mit der Roddenkoppel verbunden / Anlass: 20 Jahre Architekturforum Lübeck

Avatar_shz von
02. September 2019, 12:37 Uhr

Lübeck | Am morgigen Mittwoch um 18 Uhr wird sie frei gegeben: Eine schwimmende Ponton-Querung macht es möglich, von der Nördlichen Wallhalbinsel hinüber zur Roddenkoppel zu gelangen. Der etwa 80 Meter lange, nur vier Meter breite Fußweg über die Trave – vom „Strandsalon“ hinüber zur „Kulturwerft Gollan“ am anderen Ufer – wird nur für drei Wochen bestehen. Anlass ist das 20-jährige Bestehen des Architekturforums Lübeck, das mit diesem Brückenschlag Aufmerksamkeit auf das Thema Stadtentwicklung lenken möchte.

Der eingetragene Verein Architekturforum Lübeck bezeichnet sich als „ein offener, unabhängiger Zusammenschluss von Stadtplanern, Architekten, Landschaftsarchitekten, Ingenieuren, Soziologen, Denkmalpflegern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern“ und hat sich zur Aufgabe gemacht, „Planungs- und Baukultur in Lübeck zu fördern und über Städtebau und Architektur in der Stadt zu informieren“.

Vor diesem thematischen Hintergrund hat man sich zum Vereinsjubiläum den Brückenschlag über den Wallhafen einfallen lassen. „Bisher bilden die Gewerbeflächen auf der Roddenkoppel, der Stadtgraben / Wallhafen und die Untertrave deutliche Barrieren zwischen der Altstadt und den umliegenden Quartieren. Mit der langsam entstehenden kulturellen Nutzung der Roddenkoppel und den städtebaulichen Entwicklungen auf der nördlichen Wallhalbinsel werden nun neue Impulse gesetzt, die auch einen Brückenschlag über den Wallhafen und die Untertrave wieder in den Fokus rücken“, erläutert Vorsitzender Norbert Hochgürtel: „Das Architekturforum möchte daher die Notwendigkeit einer besseren Verknüpfung der Quartiere aufgreifen und mit einem dreiwöchigen
Brückenschlag über den Wallhafen die räumliche Nähe der Roddenkoppel zur Altstadt sicht- und erlebbar machen.“ Die Kosten für die PontoQuerung trägt das Architekturforum Lübeck.

Im Anschluss an die Eröffnungzeremonie der Travebrücke folgt um 19 Uhr an der Kaikante der Kulturwerft eine „Lecture Performance“ mit Christopher Dell mit dem Titel „Stadt und Handlung“. Christopher Dell, Professor für Städtebau und Stadterneuerung an der Universität der Künste in Berlin ist einer der führenden Vibraphonisten Europas. Zur Jubiläumsfeier lädt das Architekturforum am Sonnabend, 14. September, um 18 Uhr in die Kulturwerft Gollan ein. Den Festvortrag wird Hamburgs ehemaliger Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter halten: „Den Aufbruch wagen - Anmerkungen zur Erneuerung der Stadtbaukultur“.

Mehr Information (auch zum Jubiläumsprogramm im Internet unter www.architekturforum-luebeck.com












zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen