Brücke eine Woche länger dicht

Problemfall Hubbrücke: Die Blöcke müssen auf den Millimeter genau eingemessen, fixiert und einbetoniert werden. Sie sind der einzige Fixpunkt für die Brücke, wenn der Autoverkehr rollt.
Problemfall Hubbrücke: Die Blöcke müssen auf den Millimeter genau eingemessen, fixiert und einbetoniert werden. Sie sind der einzige Fixpunkt für die Brücke, wenn der Autoverkehr rollt.

Die Reparaturarbeiten am denkmalgeschützten Bauwerk Hubbrücke dauern länger als gedacht

shz.de von
08. März 2019, 16:30 Uhr

An der 119 Jahre alten, unter Denkmalschutz stehenden Hubbrücke zwischen am Zusammenfluss von Untertrave und Elbe-Lübeck-Kanal wurden Anfang des Monats erneut Schäden entdeckt (wir berichteten). Die Verbindung „An der Untertrave / Neue Hafenstraße sollte eine Woche gesperrt werden, um in dieser Zeit sollte das Schadensausmaß zu ermitteln und die Reparatur vorzunehmen. Die Brücke sollte nach diesen Planungen am Mittwoch, 13. März, wieder für den Kfz-Verkehr wieder freigegeben werden. Doch der Termin lässt sich nicht halten.

„Am Dienstag konnten durch den Bauhof des Wasserstraßen- und Schifffahrtamtes Lübeck (WSA) unter großen mechanischen und thermischen Einwirkungen die beiden festen Lager von den jeweils vier befindlichen Bolzen gelöst und gehoben werden“, teilt ein Sprecher des WSA mit.

Die Befestigungsbolzen in den Fundamenten sind durchgängig abgängig, so dass nach Rücksprache mit dem Statiker des Wasserstraßen- und Schifffahrsamtes Lübeck als Sanierungsvariante festgelegt wurde, neue Befestigungspunkte in der Gründung zu schaffen. Hierzu mussten die festen Lager in die Werkstatt des Bauhofes Lübeck gebracht werden, um maschinell neue Befestigungslöcher herzustellen. „Eine lokale Ertüchtigung der alten Befestigungspunkte würde zu aufwändigeren Bautätigkeiten und somit noch längeren Sperrzeiten führen“, so der WSA-Sprecher.

Am gestrigen Freitag wurden alle vorbereitenden Arbeiten planmäßig abgeschlossen. Am kommenden Dienstag sollen dann die festen Lager auf den neuen Befestigungspunkten montiert und durch den Vermessungsingenieur eingemessen und positioniert werden. Anschließend wird die Schalung montiert und der Betonverguss eingebracht.

So weit, so gut. Aber: „Aufgrund der Witterung muss dann jedoch für den Abbindevorgang des Betonvergusses von etwa sieben Tagen ausgegangen werden“, teilt das Wasserstraßen- und Schifffahrtamt Lübeck mit. Das WSA Lübeck plant jetzt die Straßenhubbrücke erst am Dienstag, 19. März, und nicht wie geplant am 13. März ab 11 Uhr wieder für den Landverkehr freizugeben.

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