Brennpunktkontrolle am Zob

In sechs Stunden kontrollierten Beamte und Angestellte vieler Behörden insgesamt 141 Personen

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13. September 2019, 15:24 Uhr

Lübeck | „Jeder in seiner Zuständigkeit und gemeinsam effektiv.“ Das ist das Fazit einer gemeinsamen Kontrollaktion am Donnerstagnachmittag. In insgesamt sechs Stunden kontrollierten 37 Beamte und Angestellte der Ausländerbehörde und des Ordnungsdienstes der Hansestadt Lübeck, der Bundespolizei sowie verschiedener Dienststellen der Polizeidirektion Lübeck Personen rund um den Lübecker Zob.

Beamte in ziviler Kleidung gaben den uniformiert gekleideten Trupps die entsprechenden Hinweise, so dass 22 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt wurden. Darunter werden fünf Ermittlungsverfahren eröffnet, in denen den Tatverdächtigen der Handel vorgeworfen wird.

Weiter stellten die Kontrolleinheiten sieben Verstöße nach dem Waffenrecht fest, eine Unterschlagung und einen schweren Fall eines Diebstahls eines Fahrrades. Insgesamt wurden drei Ausreiseverfügungen erwirkt und ein Platzverweis erteilt. Fünf Aufenthaltsermittlungen konnten nun mit postalischen Anschriften ermittelt werden. Auch 31 Verkehrsordnungswidrigkeiten fallen in das Gesamtkontrollergebnis.

„Bei zwei Personen konnten 28 und 14 sogenannte Konsumeinheiten a zirka ein Gramm Marihuana sichergestellt werden. Bei einer Person wurde umgehend die Wohnanschrift aufgesucht, und dort konnten die Beamten bei der Durchsuchung 1270 Euro in einer auffällig kleinen Stückelung sowie eine geringe Marihuana und eine Feinwaage sicherstellen“, berichtet Stefan Muhtz, Sprecher der Polizeidirektion Lübeck.

„Zudem wurden Diensthunde angefordert, die auch im Nahbereich des Zob nach Drogenablageorten, sogenannten Bunkerstellen, suchten. Neben den aufgeführten Feststellungen wurde die intensive Behördenpräsenz wahrgenommen und das Sicherheitsgefühl von vielen Passanten gestärkt. Auch viele Mütter zeigten sich angenehm überrascht, dass der gemeinsame Trupp des Ordnungsdienstes der Hansestadt Lübeck und Polizeibeamten auch auf angrenzenden Spielplätzen kontrollierten“, so Polizeisprecher Stefan Muhtz: „Diese gemeinsamen, behördenübergreifenden Brennpunkteinsätze sollen fortgesetzt werden.“

Außerdem haben am Donnerstag Beamte des 1. Polizeireviers Verkehrskontrollen am Koberg und der Großen Burgstraße in der Innenstadt durchgeführt. Der Schwerpunkt lag auf der Überprüfung der Gurtpflicht und der Handynutzung am Steuer. In neun Fällen waren Pkw-Fahrer nicht angeschnallt (30 Euro Verwarnungsgeld). In fünf Fällen wurde das Handy am Steuer verbotswidrig genutzt. Die Folge: 100 Euro Verwarnung plus Verwaltungsgebühr und einen Punkt in Flensburg. Auch ein Radfahrer wurde bei der Handynutzung gestoppt. Dieser Verstoß schlägt mit 55 Euro zu Buche. In einem Fall missachtete ein Radfahrer das Rotlicht der Ampel an der Großen Burgstraße. Auf ihn kommen 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg zu.

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