Blitzer-Anhänger sehr erfolgreich

Ungewohntes Bild für Autofahrer in der Hansestadt: Der Blitzer – hier in der Fackenburger Allee – fotografierte in den ersten zwei Wochen insgesamt 518 Autofahrer, die zu schnell unterwegs waren.
Ungewohntes Bild für Autofahrer in der Hansestadt: Der Blitzer – hier in der Fackenburger Allee – fotografierte in den ersten zwei Wochen insgesamt 518 Autofahrer, die zu schnell unterwegs waren.

Neuartiges Gerät zur Geschwindigkeitskontrolle in Lübeck kommt ohne Personal aus und liefert deutlich mehr verwertbare Bilder

shz.de von
10. Februar 2017, 14:19 Uhr

Seit dem 24. Januar testet die Hansestadt Lübeck einen Blitzer-Anhänger, der rund um die Uhr die Geschwindigkeiten von Autofahrern kontrollieren kann. Die ersten zwei Wochen waren sehr erfolgreich, so ein Sprecher der Stadt. Im Schnitt wurden 37 Raser pro Tag erwischt.

Das über eine Tonne schwere Gerät wird drei Monate lang getestet, danach soll ein weiteres Modell in die Erprobung gehen. Der Vorteil des Blitzer-Hängers: Er sieht aus wie ein Müllcontainer, wird einfach nur abgestellt und kann ohne Personal 24 Stunden am Tag die Geschwindigkeiten messen. In den ersten beiden Wochen stand er jeweils sieben Tage an einem Platz.

Bis zum 30. Januar war der Anhänger in Dornbreite in der Tempo 30 Zone platziert und registrierte 269 Geschwindigkeitsübertretungen. Der Spitzenreiter raste mit 75 Kilometer pro Stunde durch die Wohnsiedlung. Ihn erwarten ein Bußgeld von 200 Euro, zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot.

Die zweite Woche stand der Blitzer in der Maria-Goeppert-Straße im Hochschulstadtteil, wo ebenfalls Tempo 30 gilt. 249 Autos waren zu schnell. Hier lag der gemessene Spitzenwert bei Tempo 61. Das macht 160 Euro Bußgeld, zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.

Mit der Funktionalität des Gerätes ist die Lübecker Stadtverwaltung sehr zufrieden. Bei den anderen Blitzern liegt die Quote der verwertbaren Beweisbilder bei 80 Prozent, bei dem Blitzer-Hänger sind es dagegen nahezu 100 Prozent.

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