Blick in die Sterne

Der Stiftungsvorstand mit (v.l.) Wolfgang Pötschke, Frank Schumacher und Titus Jochen Heldt mit der Finanzzusage an Kultursenatorin Kathrin Weiher und Oliver Paulin (AK Sternfreunde).
Der Stiftungsvorstand mit (v.l.) Wolfgang Pötschke, Frank Schumacher und Titus Jochen Heldt mit der Finanzzusage an Kultursenatorin Kathrin Weiher und Oliver Paulin (AK Sternfreunde).

In der Hansestadt Lübeck ist ein Standort für die traditionsreiche Sternwarte gefunden worden

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03. Mai 2019, 14:02 Uhr

Lübeck | Länger als 60 Jahre gab es in Lübeck eine Sternwarte – zudem mit dem größten öffentlichen Teleskop in Schleswig-Holstein. Ende 2016 machte die traditionsreiche Sternwarte dicht. Grund: Die Kepler-Schule war zum Abbruch bestimmt, um ein Neubaugebiet zu schaffen. Lange blieb die Zukunft der Sternwarte im Dunkeln. Jetzt aber der Lichtblick: Im Spätsommer 2020 wird es eine neue Beobachtungskuppel auf dem Dach der Schule Grönauer Baum geben.

Die Schule Grönauer Baum wird ohnehin erweitert. Die Erweiterung um eine Beobachtungskuppel, die auch barrierefrei erreichbar ist, kostet 435.000 Euro. Die Stadt hatte bereits im vergangenen Jahr zugesagt, 203.000 Euro zu übernehmen, wenn der Verein „Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck“ (ASL) die restlichen Mittel aufbringt. Das ist jetzt gelungen. Die Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck stellt die 233.000 Euro zur Verfügung. „Die Astronomie verknüpft praktische Wissensvermittlung rund um die Naturwissenschaft mit Heimatkunde und spricht sowohl Kinder als auch Erwachsene an“, sagt Frank Schuhmacher, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes. Damit sei die Sternwarte einzigartig.

Die Planungen können sofort beginnen. Ende Oktober sollen die Bauarbeiten beginnen. Im Spätsommer 2020 haben die Sternfreunde dann wieder ein festes Quartier mit moderner Technik. Ein Teleskop im Wert von 100.000 Euro wurde bereits im Jahr 2011 angeschafft.

Oliver Paulien, Vorsitzender der 28 Sternfreunde in Lübeck, ist mit dem neuen Standort sehr zufrieden. Etwas außerhalb der Innenstadt seien die Störungen durch künstliche Lichtquellen gering, es gibt keine störenden Bäume und die Schule Grönauer Baum sei gut zu erreichen.

Lübecks Kultursenatorin Kathrin Weiher (parteilos) dankt der Stiftung, dass Lübeck wieder eine Sternwarte bekommt. Sie sei oft gefragt worden, wie es weiter geht. Die Zukunft ist erst einmal gesichert: Die Stadt hat den Sternfreunden die Nutzung der Schulräume für mindestens 15 Jahre schriftlich zugesagt. Der kleine Verein muss allerdings 100 Euro pro Monat für die Nebenkosten aufbringen.

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