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Lübeck

19. Oktober 2017 | 04:27 Uhr

Bewegung im Gründungsviertel

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Auf der Lübecker Altstadtinsel entsteht nach Jahren der Ausgrabung ein neues Wohnquartier für rund 400 Menschen

In der Altstadt wird Veränderung erkennbar: Ab kommender Woche ist die Fischstraße für ein Jahr gesperrt, und die ersten Kaufverträge werden notariell beglaubigt. Im Gründungsviertel – im Herzen der Altstadtinsel – entstehen 38 neue Gebäude für rund 400 Menschen. Aktuell werden die Keller vorbereitet.

Lübecks scheidender Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) ist zufrieden mit der Entwicklung. Die Grundstücke konnten zum Teil teurer verkauft werden als erwartet. Und es wird ein lebendiges Quartier entstehen. Ein Bäcker mit einem Café und ein kleines Geschäft haben bereits ihr Interesse an einer Ansiedlung bekundet.

Das ganze Bauverfahren ist ungewöhnlich: Große Investoren bleiben draußen, hier darf nur für den Eigenbedarf auf geschichtsträchtigem Grund gebaut werden. Historische bedeutsame Substanz im Boden darf nicht beschädigt werden, alte Keller aus der Gründungszeit Lübecks müssen in die Neubauten integriert werden. Die Stadt erstellt die Bodenplatten für die Neubauten und wird auch die weiteren Arbeiten koordinieren. Geplant sind 24 Mehrfamilienhäuser, fünf Einfamilienhäuser und für neun Grundstücke haben Baugemeinschaften den Zuschlag bekommen. Für die Fassaden gibt es genau Regeln. 15 Gestaltungsvorschläge sind bereits genehmigt. Am 24. März wird ein Preisgericht über die Gestaltung der zentralen Parkgarage entscheiden, am 25. März werden die Ergebnisse in der Handwerkskammer vorgestellt. Die Grundsteinlegung für das erste Haus wird im April erwartet.

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