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Lübeck : Betrunkener Lkw-Fahrer rammt acht Autos

vom

Der 66-Jährige schiebt in Lübeck ein paar Autos vor sich her – und streift das Zelt einer Streikwache der Deutschen Post.

shz.de von
erstellt am 15.Jun.2015 | 19:30 Uhr

Lübeck | Die Spur der Verwüstung ist über 100 Meter lang: Polizisten vermessen die Folgen einer nächtlichen Amokfahrt in Schlangenlinien. Ohne zu bremsen hat ein betrunkener Lasterfahrer (66) in der Nacht zu Montag in Lübeck acht Autos gerammt und teilweise vor sich hergeschoben. Er fällte drei Bäume und streifte dann das Zelt einer Streikwache der Deutschen Post.

„Durch eine herabfallende Stange zog sich eine 58 Jahre alte Frau Verletzungen zu“, sagte Polizeisprecher Ulli Fritz Gerlach. Die zehn Postmitarbeiter hatten die Plane an einer Seite hochgeklappt. „Das war unser Glück, sonst hätte es wohl Tote gegeben“, sagt Dennis Opel (27), der seine Freundin gerade zu ihren streikenden Kollegen vor dem Briefzentrum gefahren hatte, als der 40-Tonner das erste Auto erwischte. Opel: „Alle sind aus dem Zelt gestürzt, als der Laster im Slalom ungebremst auf uns zukam.“ Ein Tisch zersplitterte, Kaffeekannen, Gaskocher und Gasflaschen flogen umher.

Der Lkw-Fahrer aus Mecklenburg-Vorpommern flüchtete nach der Karambolage. Polizisten entdeckten ihn auf einem Parkplatz in der Nähe – schlafend hinter dem Lenkrad. Er pustete 1,37 Promille. Polizeisprecher Gerlach: „Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.“ Laut Polizei beträgt der Schaden mindestens 50.000 Euro.

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