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Lübeck

18. August 2017 | 18:48 Uhr

Bei Verspätung: Fischbrötchen!

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stadtverkehr Lübeck gibt für Priwallfähren Qualitätsversprechen ab / „Priwall VI“ hat den Betrieb wieder aufgenommen

Die Stadtverkehr Lübeck GmbH startet eine ungewöhnliche Aktion: Seit April gilt für Passagiere der Priwallfähre ein Qualitätsversprechen. Und: Bei einer Verspätung gibt es zum Trost ein Fischbrötchen.

Die Priwallfähren sind 24 Stunden am Tag im Einsatz und das 365 Tage im Jahr. Sie befördern mehr als drei Millionen Fahrgäste pro Jahr pünktlich und zuverlässig von der einen auf die andere Seite an der Travemündung. Bei einem solchen Rundum-Betrieb bleibt es natürlich nicht aus, dass betriebliche oder technische Probleme zu Abweichungen im Fahrplan führen. In den Fällen, in denen Fahrgäste dann länger als 20 Minuten warten müssen, gibt es einen Gutschein in Höhe von drei Euro für ein Fischbrötchen oder für alle, die keinen Fisch mögen, einen entsprechenden Betrag auf das Konto.

„Wir wollen damit ein Qualitätsversprechen an unsere Fahrgäste abgeben“, sagt Ulrich Pluschkell, Aufsichtsratsvorsitzender des Stadtverkehr Lübeck. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben jeden Tag ihr Bestes. Sollte dennoch einmal etwas Außerplanmäßiges passieren, wollen wir unseren Fahrgästen nachträglich die Wartezeit etwas schmackhafter machen.“

Wer die Pünktlichkeitsgarantie in Anspruch nehmen möchte, der sollte innerhalb von sieben Tagen einen Garantieantrag ausgefüllt und mit Kopie des benutzten Fahrausweises per Post, per e-mail oder Abgabe im Service-Center einreichen.

Der Pünktlichkeitsanspruch gilt nicht, wenn die Wartezeit nicht vom Stadtverkehr zu verantworten ist. Das ist zum Beispiel bei durchgängigem Schiffsverkehr, Nebel, Sturm, Eisgang, Rettungseinsätzen oder Großveranstaltungen in Travemünde der Fall. Es gilt auch nicht bei kapazitätsbedingten Beförderungsgrenzen, wenn zum Beispiel naturgemäß in der Sommersaison zeitweise außergewöhnlich hoher Andrang besteht.

Der Stadtverkehr hat noch eine Neuigkeit zu vermelden. Seit Aprilbeginn erhalten Elektroautos bei der Überfahrt einen 50-prozentigen Rabatt. „Wir wollen damit das Thema Elektromobilität bewusst stärken“, sagt Willi Nibbe, Geschäftsführer des Stadtverkehrs. Voraussetzung ist ein E-Kennzeichen. Diese Regelung gilt für viele Fahrzeugfährtickets, von der Einzelfahrkarte über das Abo bis zur Jahreskarte.

Mehr Leistung gibt es mit der „Priwall VI“. Rechtzeitig zur Ostersaison fährt die barrierefreie Norderfähre für Fußgänger und Radfahrer vom 1. April bis 31. Oktober täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr, in der Hauptsaison Mitte Juli bis Mitte September 8 bis 20 Uhr. „Damit kommen wir dem Wunsch vieler Travemünder und Touristen nach“, so Willi Nibbe. Bei schönem Frühlingswetter nutzten am Wochenendee bereits viele Tagesgäste, Travemünder und Priwallbewohner die Chance für eine angenehme Fahrt Reise über die Trave. Der Blick von der Fähre aus auf den Priwall und auf die Travemünder Seite ändern sich praktisch von Tag zu Tag. Der Zugang zur Passat ist ausgeschildert, wenngleich gelegentliche Änderungen in der Zuwegung zu erwarten sind. Ab kommenden Sonntag, 8. April, wird die Bark wieder für den Besucherverkehr geöffnet werden.

Ebenfalls zum 1. April wurden die Fährtarife „entsprechend der allgemeinen Kostensteigerungen“ angepasst. >Die Einzelfahrkarte für Erwachsene kostet statt 1,20 Euro nun 1,30 Euro.

>Die Schülermonatskarte erhöht sich von 19,70 Euro auf 20,70 Euro.

>Alle weiteren Informationen zu den Fährzeiten und den Fährtarifen gibt es unter www.sv-lübeck.de.


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