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Lübecker Bucht : Bahn will mit Trasse zum Ostseetunnel näher an A1 heranrücken

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Aus der Onlineredaktion

Die Badeorte an der Lübecker Bucht sollen umfahren werden. Aber anders, als zuvor geplant.

Lübeck | Die Deutsche Bahn will beim Neubau der Bahntrasse zum geplanten Fehmarnbelttunnel näher an die A1 heranrücken und so den Flächenverbrauch verringern. Ein entsprechendes Konzept werde derzeit mit dem Land und dem Bund abgestimmt, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Montag. Ein entsprechendes Konzept werde derzeit mit dem Land und dem Bund abgestimmt.

Der Schleswig-Holsteinische Verkehrs-Staatssekretär Frank Nägele sagte, er sei mit der Trassenverlegung hochzufrieden, da sie auch für ein Stück mehr Akzeptanz für das Gesamtprojekt sorge. Zuvor hatten die „Lübecker Nachrichten“ über die Pläne berichtet.

Die Bahn plant, an insgesamt acht Abschnitten der Neubautrasse den eigentlich vorgeschriebene Abstand zur Autobahn auf bis zu 14,35 Meter zu verringern. Dadurch werden die Flächen zwischen Autobahn und Bahndamm, die gefangen, also für Landwirte nicht mehr erreichbar sind, um rund 43 Hektar verringert. „Die Richtlinie für das Entwerfen von Bahnanlagen lässt das zu“, sagte die Bahnsprecherin. Auch bei dem geringeren Abstand sei die Sicherheit durch passive Schutzeinrichtungen gewährleistet, versicherte sie.

Damit kommt die Bahn auch Forderungen von Landwirten aus dem Kreis Ostholstein nach. Sie hatten beklagt, dass die Bündelung von Bahnlinie und Autobahn zwar zahlreiche Orte im Kreis entlaste, dafür aber landwirtschaftliche Flächen unbrauchbar mache. „Diese Trassenverlegung beugt Streitigkeiten um landwirtschaftliche Nutzflächen vor und führt für die örtlichen Landwirte und Grundstücksbesitzer zu einem deutlichen Flächengewinn“, sagte Nägele.

Die Bahn plant den Ausbau der Bahnstrecke Lübeck-Puttgarden als Anbindung des Ostseetunnels zwischen Deutschland und Dänemark. Der soll frühestens 2028 eröffnet werden.

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erstellt am 27.Feb.2017 | 13:45 Uhr

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