Landgericht Lübeck : Baby zu Tode geschüttelt – Vater muss ins Gefängnis

Während die Mutter einkaufen ist, schreit der kleine Leon. Der Vater schüttelt das vier Wochen alte Baby zu Tode.

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21. Juli 2016, 10:12 Uhr

Lübeck | Ein Vater, der seinen vier Wochen alten Sohn zu Tode geschüttelt hat, muss ins Gefängnis. Das Landgericht Lübeck verurteilte ihn am Donnerstag wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu dreieinhalb Jahren Haft. Die Staatsanwaltschaft hatte fünf Jahre gefordert.

Der 30-Jährige hatte gestanden, im November 2015 den Tod des Babys verschuldet zu haben. Er hatte das schreiende Kind unter den Achseln gehalten und nach Feststellungen eines Gutachters mehrfach hin und her geschüttelt.

Als der kleine Leon schrie, wollte der Vater ihm die Flasche geben, die das Kind aber nicht annahm. Stattdessen schrie es weiter. „Daraufhin fasste der Angeklagte das Baby unter den Achseln und schüttelte es mehrfach“, sagte Staatsanwalt Nils-Broder Greve. Das Kind wurde zunächst reanimiert und in die Uniklinik nach Lübeck gebracht. Doch es wurde so schwer verletzt, dass es sechs Tage später in einem Krankenhaus starb.

Die Mutter hatte vor Gericht ausgesagt, sie habe das Kind für etwa 15 Minuten mit dem Vater allein in der gemeinsamen Wohnung in Schönwalde im Kreis Ostholstein gelassen, um einkaufen zu gehen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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