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Ausbildungsbüro für junge Dänen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Chancen und Herausforderungen eines grenzüberschreitenden Ausbildungs- und Arbeitsmarktes in der Fehmarnbelt-Region

Junge Menschen von den dänischen Inseln Lolland und Falster sollen häufiger als bisher einen Teil ihrer Ausbildung in Schleswig-Holstein absolvieren. In Lübeck ist am Montag des Fehmarnbelt-Ausbildungsbüro offiziell eröffnet worden, das jungen Menschen aus dem Nachbarland bei der Suche nach Praktika und Ausbildungsplätzen unterstützen will.

An dem Projekt sind die Jobcenter von Lolland, Falster und Lübeck, ein dänisches Berufsbildungszentrum sowie die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lübeck beteiligt.

Die Nachbarschaft zum Königreich Dänemark bietet jungen Menschen zahlreiche Möglichkeiten für einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Auch Ausbildungsbetrieben eröffnet ein Blick auf die gesamte Fehmarnbelt-Region große Chancen. Diese können den angespannten Ausbildungsmarkt in Dänemark für sich nutzen und Arbeitskräfte für die Region gewinnen. Unterstützung erhalten sie dabei vom Projekt Fehmarnbelt-Ausbildungsbüro.
„Die Möglichkeit der Menschen in der Fehmarnbelt-Region auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt enden künftig nicht mehr an der Landesgrenze“, sagte Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Lübeck, bei der Eröffnung des Fehmarnbelt-Ausbildungsbüros in Lübeck. „Durch den Fehmarnbelt-Tunnel werde auch das Pendeln zur Ausbildungs- oder dann Arbeitsstätte weniger Zeit in Anspruch nehmen, so dass sie nicht zwangsläufig die Region für einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz verlassen müssen“, so Stapelfeldt.

„Die natürliche Partnerschaft der Nachbarländer Deutschland und Dänemark erfährt durch dieses Projekt eine weitere Aufwertung. Wir haben ein großes Angebot an offenen Lehrstellen, die Dänen verzeichnen eine hohe Nachfrage. Daher werden beide Seite profitieren“, so Friederike C. Kühn, Präses der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck (IHK). Das Zusammenwachsen der Region am Fehmarnbelt schreite zügig voran und spätestens mit der Fertigstellung des Tunnels erwarte die Wirtschaft eine noch stärkere Kooperation in der Wirtschaft. Kühn: „Der Schlüssel dazu sind Mitarbeiter, die in den jeweiligen Unternehmensstrukturen zu Hause sind. Diese wollen wir bereits heute ausbilden.“

Michael Bang, Geschäftsführer der dänischen Berufsschule CELF: „Für uns ist es wichtig, dass die Schüler, die wir ausbilden, auch für den zukünftigen Arbeitsmarkt gerüstet sind – ein Arbeitsmarkt der internationaler wird. Deutschland ist Dänemarks wichtigster Handelspartner und gleichzeitig sind wir Nachbarländer.“

Das Projekt Fehmarnbelt-Ausbildungsbüro wurde von den dänischen Jobcentern Guldborgsund und Lolland, dem Zentrum für berufsorientierte Ausbildungen Lolland Falster (CELF), Handwerks¬kammer Lübeck, der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck sowie der Arbeitsagentur Lübeck ins Leben gerufen, um den Fachkräftemangel in Schleswig-Holstein entgegenzuwirken und die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Dänemark zu stärken.

„Während in Lübeck und Ostholstein das Angebot an Ausbildungsstellen seit Jahren die Zahl der verfügbaren Bewerber übersteigt, gibt es in Lolland Falster regional zu wenige Ausbildungsplätze. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bietet so für beide Seiten Vorteile: Die dänischen Auszubildenden können in Deutschland Praxiskenntnisse erwerben und die deutschen Unternehmen können in Berufen ausbilden, in denen es bereits zu Engpässen bei der Suche nach Fachkräften kommt“, erklärte Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Lübeck.






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